Selbstfürsorge & Stressbewältigung

17 Selbstfürsorge Übungen für den Alltag, die funktionieren!

von 30. August 2022 Oktober 1st, 2022 keine Kommentare
Selbstfursorge Ubungen

Selbstfürsorge ist so wichtig, deshalb habe ich in diesem Artikel Selbstfürsorge Übungen für dich zusammen gestellt, die leicht im ganz normalen Alltag umzusetzen sind. Selbstfürsorge ist für uns, wie gute Erde und Wasser für die Pflanzen. Wir brauchen sie, um wachsen und blühen zu können und um uns wohlzufühlen.

Am besten wäre es, wenn wir jeden Tag ein bisschen was für uns tun, damit wir voll und ganz aufblühen können! Deshalb habe ich hier unterschiedliche Selbstfürsorge Übungen für dich zusammengestellt, die du teilweise sogar nebenbei machen kannst.

Also, los geht’s!

1. Selbstfürsorge-Übung für den Start in den Tag: Dein schöner Gedanke

Überlege dir am Morgen als Erstes einen schönen, stärkenden Gedanken, der dich durch den ganzen Tag begleitet.

2. Meine Lieblings-Selbstfürsorge Übung: Die Mikropause!

Ich liebe diese Übung. Du kannst sie überall machen, sie dauert nur ein paar Sekunden und sie funktioniert hervorragend: die Mikropause! Wir haben oft nicht die Zeit für Pausen, aber die Mikropause geht immer!

Und so funktioniert sie: Ziehe deine Schultern hoch und atme dabei tief ein. Wenn du magst, kannst du dabei auch die Augen schließen. Atme kräftig aus, während du die Schultern fallen lässt und zähle bis 3. Nach dem Ausatmen lächelst du. Und schon ist die Mikropause wieder vorbei.

Die Mikropause kannst du sooft wiederholen wie du magst. Je mehr du sie machst, umso mehr wirkt sie. Du wirst erstaunt sein, wie viel Unterschied das macht. Ich bin immer wieder total begeistert.

3. Psychohygiene

Du kennst bestimmt auch den Spruch: Ordnung ist das halbe Leben! Das beziehen wir meist auf äußeres, wie die Wohnung, der Garten oder das Auto. Aber was ist mit der Ordnung in unserer Seele? Was tun, wenn es mal Chaos und Unordnung in unserem Inneren gibt? Wer räumt das dann auf?

Das kannst nur du! Deshalb lege ich dir sehr ans Herz, dir immer mal wieder Zeit für deine Psychohygiene zu nehmen. Gerade der Herbst eignet sich dafür ganz besonders gut. In diesem Artikel beschreibe ich 7 Wege für eine „saubere und aufgeräumte“ Seele.

4. Höre dir zu!

Diese Selbstfürsorge Übung sollte dich immer begleiten: Stelle dir selbst immer und immer wieder die Fragen: Was will ich wirklich? Was tut mir gut? Was brauche ich gerade im Moment? Es ist ein wichtiger Schritt für dein glückliches und erfülltes Leben, herauszufinden, was du wirklich brauchst und was dir guttut. Hier gibt es keine 0815 Antwort, denn das ist bei jedem anders. Deshalb höre gut in dich hinein. Du kannst sie natürlich für dich passend umformulieren.

An der Stelle geht es erst einmal darum, wahrzunehmen, was du brauchst und die Wahrnehmungsfähigkeit zu trainieren. Es geht noch nicht darum, deine Bedürfnisse direkt zu erfüllen. Nimm dir gerne einen längeren Zeitraum (1-2 Wochen) und höre einfach immer wieder in dich rein und frage dich: Was bräuchte ich gerade, damit ich mich wohler fühle? Was täte mir jetzt gut? Schreibe dir die Punkte am besten in deiner Bedürfnisliste auf.

5. Achte auf deine Bedürfnisse

Jetzt geht es darum, dass du das, was du in Punkt 3 geübt und wahrgenommen hast, auch umsetzt. Was steht auf deiner „Das brauche ich“ Liste? Versuche jeden Tag eine Sache davon umzusetzen. Das dürfen auch kleine Portionen sein. Wenn zum Beispiel auf deiner Bedürfnisliste „Ruhe und Entspannung“ steht, dann muss das nicht immer eine ganze Stunde meditieren sein. 5 Minuten Ruhe und nichts tun sind besser als nichts und leichter machbar, als eine Stunde. Also, beginne mit kleinen Einheiten, die für dich leicht umsetzbar sind und keinen Stress in dir auslösen.

6. Erlaube es dir, für dich zu sorgen

Ja, du darfst dich um dich kümmern. Nein, die anderen sind nicht wichtiger als du. Ja, du darfst dir die Zeit für dich nehmen. Die Spülmaschine, Wäsche oder was auch immer kann warten. Das ist nicht wichtiger als dein Wohlbefinden! Gib dir selbst immer wieder die Erlaubnis dazu. Besonders dann, wenn es eine Stimme in dir gibt, die etwas anderes sagt. Diese Selbstfürsorge Übung ist essenziell, denn wenn du es dir selbst nicht erlaubst, dich gut um dich zu kümmern, wird es schwierig.

7. Atme dich glücklich

Wie wir atmen, hat einen großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Wir können damit unseren Stresspegel nach oben oder auch nach unten regulieren. Und wir können unsere Stimmung damit auch wesentlich beeinflussen. Deshalb achte darauf, dass du immer mal wieder tief durchatmest. Je öfter, desto besser.

8. Die Selbstfürsorge Übung, die richtig viel Spaß macht: Schüttel dich und rüttel dich!

Das ist wirklich ein Energie- und Gute Laune Booster! Stell dich hüftbreit hin, die Knie leicht gebeugt, lass den Kopf, die Schultern und die Arme fallen und beginne dich mal so richtig durchzuschütteln und durchzurütteln. Am besten schüttelst du deinen ganzen Körper mal so richtig durch. Das bringt sofort neue Energie und macht einfach Spaß.

9. Alle Sinne

Schließe alle Sinne in deine Selbstfürsorge Übungen mit ein: Geruch, Geschmack, Sehen und Fühlen.

Suche dir zum Beispiel einen Duft, den du gerne magst, und hole dir eine Duftkerze oder ein Öl davon. Oder welche Farben magst du besonders gerne und lösen ein Wohlgefühl in dir aus? Schau, dass du ganz viel deiner Wohlfühlfarben in deinem Alltag hast. Zum Beispiel bei deinen Klamotten oder als Kissen, Decken und Bilder.

10. Umarme dich selbst

Umarme dich jeden Tag einmal selbst! Schließe dich selbst in die Arme und genieße dieses Gefühl. Du kannst auch deine Augen schließen, um das Gefühl noch intensiver zu spüren und wahrzunehmen. Diese Übung darfst du natürlich auch mehrmals täglich machen 😉.

11. Eine Minute für deine gute Laune

Lächle 60 Sekunden am Stück, ohne Unterbrechung. Da bekommst du sofort bessere Laune. Das ist sogar wissenschaftlich bestätigt. Wichtig ist, dass die 60 Sekunden am Stück sind, 2 x 30 Sekunden geht nicht.

12. Spüre in dich rein

Mache einen Bodyscan. Schließe die Augen und gehe innerlich in deinem Körper spazieren, von Kopf bis Fuß. Nimm einfach nur wahr, wie du dich fühlst und spüre, wie sich dein Körper anfühlt. Nimm alle Gefühle wahr und beende die Übung mit einem Wohlgefühl.

13. Hol dir innere Glücksmomente

Erinnere dich an Momente in deinem Leben, in denen du besonders glücklich und zufrieden warst. Schließe die Augen und stell dir diesen Moment noch mal ganz genau vor. So, als würdest du ihn gerade erleben. Wie hast du dich in diesem Moment gefühlt? Spüre dieses Glücksgefühl so, als würdest du die Situation gerade noch einmal erleben.

14. Hand aufs Herz

Lege deine Hand aufs Herz und nimm ein paar tiefe Atemzüge. Du kannst das noch mit dem Mantra: „Mein Herz schlägt nur für mich!“ begleiten.

15. Bewege dich

Gehe jeden Tag spazieren, am besten 30 Minuten. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass spazieren gehen am besten dabei hilft Stress abzubauen. Und außerdem tut Bewegung einfach gut und pustet den Kopf frei!

16. Selbstfürsorge geht durch den Magen

Nicht nur die Liebe 😉. Sorge gut für dich, in dem du dich so ernährst, dass du dich richtig wohl damit fühlst. Zum einen die richtige Menge und natürlich auch mit Lebensmitteln, die dir guttun.

17. Feiere den Tag

Halte am Abend inne und überlege: Was war alles gut heute? Was war heute alles schön? Worüber habe ich mich gefreut? Das können auch ganz kleine Momente gewesen sein. Es geht darum, den schönen Momenten des Tages noch mal extra Raum zu geben. Wenn du magst, kannst du dir auch ein kleines Glücks-Tagebuch zulegen, und die kleinen und großen Glücksmomente darin festhalten.

Und jetzt gehts um die Aktion: Tun, ausprobieren und dran bleiben!

Toll, dass du den Artikel ganz durchgelesen hast! Nur dadurch wird sich noch nichts in deinem Leben ändern. Deshalb ist es wichtig, dass du die Übungen auch in deinem Alltag tatsächlich umsetzt!

Also, los gehts! Suche dir 5 Selbstfürsorge Übungen aus meiner Liste aus, die dich am meisten ansprechen, und probiere sie aus. Wenn die Übung dann doch nicht so gut für dich ist, wie du dachtest, probiere einfach eine andere. Wichtig ist, dass die Übungen gut in deinen Alltag passen und dir Spaß machen.

Wenn du deine Top 5 Selbstfürsorge Übungen gefunden hast, geht es darum dranzubleiben. Dafür setzt du dir am Anfang am besten Erinnerungen, damit du auch wirklich dran denkst. Du kannst dir den Handy-Wecker stellen, der dich daran erinnert, eine Atempause einzulegen. Oder du klebst dir ein Post-it an deinen Rechner, der dich an die Mikropause erinnert. Es dauert in der Regel 60 – 80 Tage, bis wir uns an neue Gewohnheiten gewöhnen und sie ganz automatisch in uns ablaufen. So lange solltest du aktiv dranbleiben und immer wieder deine Übungen machen. Auch wenn sich das lange anhört, ich kann dir versprechen: Es lohnt sich!

Das wichtigste zum Schluss:

Bitte sei liebevoll und mitfühlend mit dir und bitte schimpfe nicht mit dir, wenn es mal nicht so läuft, wie du es dir wünschst. Das ist total okay und normal! Wenn die Übungen mal nicht so klappen, wie du es dir vorstellst, dann lässt du es einfach für den Moment und probierst es später oder am nächsten Tag wieder aus. Wichtig ist nur, dass du dran bleibst und immer wieder deinen Selbstfürsorge-Muskel trainierst, nicht, dass du alles immer richtig machst.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren der Selbstfürsorge Übungen. Schreib mir gerne deine Lieblingsübung in die Kommentare. Ich bin gespannt, was dir am meisten Freude macht. Oder, wenn deine Lieblings-Selbstfürsorge Übung nicht in meiner Liste ist, dann schreibe sie mir unbedingt in die Kommentare – ich freue mich immer über neue Inspiration.

Wann es Sinn macht, an negativen Glaubenssätzen zu arbeiten.

Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich liebe es, die Wege der Seele zu ergründen. Davon bin ich schon seit vielen Jahren fasziniert. Ich finde es unglaublich spannend zu sehen, welche kreativen Wege unsere Seele findet, um uns liebevoll und manchmal auch brutal an unsere Themen heranzuführen.

Der Schlüssel zum Glück liegt immer in uns. Davon bin ich überzeugt. Je tiefer und besser wir uns selbst kennen, verstehen und annehmen, desto glücklicher und zufriedener können wir sein.

Dazu arbeite ich seit vielen Jahren mit meinen Klienten online und offline in meiner Praxis in München.

Auf meinem Blog schreibe ich zu den Themen Selbstwertgefühl, Lebensfreude und innere Ruhe.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, holistische Psycho-Kinesiologin, Kursleiterin für Entspannungsverfahren. Mehr über mich erfährst du hier.

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