ÄngsteGedanken

Psychohygiene – der Frühjahrsputz für die Seele!

von 9. März 2020 März 27th, 2020 keine Kommentare

Psychohygiene: 7 Wege für ein glücklicheres Leben

Ordnung ist das halbe Leben, sagt man. Und bei uns ist Sauberkeit und Ordnung auf jeden Fall wichtig. Die Wohnung, das Büro, das Auto, die Straßen – am besten ist alles blitzblank poliert.

Das gilt natürlich auch für uns selbst. Duschen, Zähneputzen und frisch gewaschene Kleidung gehören bei den meisten zur täglichen Morgenroutine. (Außer bei den Abendduschern, da fällt das duschen morgens weg ;-)).

Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Wie sieht es denn mit unserer Seele aus?

Wie oft räumen wir in unserer Seele auf? Wie oft pflegen wir unser Innerstes?

Und: Merken wir überhaupt, wenn Chaos in unserer Psyche herrscht?

Dabei ist die seelische Sauberkeit und Ordnung mindestens genauso wichtig wie eine saubere Wohnung. Meiner Meinung nach noch viel wichtiger!

Das regelmäßige Befreien der Seele von unnötigem Ballast sorgt für mehr Leichtigkeit und Freude im Leben.

Insgesamt ist eine „saubere“ Seele ein wichtiger Grundstein um glücklich zu sein.

In der Psychologie nennt man das Psychohygiene.

Psychohygiene ist die Lehre vom Schutz und dem Erlangen der psychischen Gesundheit. (Definition aus Wikipedia)

Es geht also darum Maßnahmen zu ergreifen, die uns dabei helfen, unsere psychische Gesundheit zu erhalten. Oder, wenn sie aus dem Gleichgewicht geraten ist, wieder zu erlangen.

Ich finde gerade jetzt vor dem Frühlingsanfang, ist ein super Zeitpunkt seine Seele aufzuräumen.

Also, los geht’s mit einem Frühjahrsputz für die Seele!

Nach meiner langjährigen Erfahrung sind Sorgen, Selbstzweifel und Ängste wirkliche Schweine, die richtig viel Dreck in unserer Seele hinterlassen.

Am besten ist es, erst gar keine Zweifel und Ängste entstehen zu lassen. Oder, wenn wir merken, dass sie sich klammheimlich eingeschlichen haben, so damit umzugehen, dass in unserer Seele kein totales Chaos ausbricht.

Das ist wie regelmäßig Geschirr spülen. Wenn wir es gleich machen, ist es nicht so schlimm und geht ganz schnell.

Wenn wir es aber wochenlang stehen lassen haben wir einen Geschirrberg vor uns, größer als der Mount Everest. Das zu spülen dauert gefühlt eine Ewigkeit. Und je größer der Geschirrstapel desto geringer wird die Lust es anzupacken.

Deshalb empfehle ich regelmäßige Psychohygiene, die wir ganz natürlich in unseren Alltag integrieren.

Damit wir nicht irgendwann vor einem Riesenberg stehen, und gar nicht mehr wissen, wo wir anfangen sollen.

Aber, wie macht man dass eigentlich? Wie können wir unsere Seele sauber halten?

Hier findest du 7 Wege, die dir bei der Psychohygiene helfen:

1. Entspannungsübungen

Entspannungstechniken helfen dir dabei, zur Ruhe zu kommen. Das reduziert Stress und negative Emotionen können besser verarbeitet werden. Dadurch wirst du klarer, bist innerlich aufgeräumter und kannst das Leben gelassener nehmen.

Es gibt so viele unterschiedliche Entspannungstechniken, deshalb würde ich dir empfehlen einfach mal ein paar auszuprobieren und zu schauen, was bei dir am besten funktioniert.

2. Sprich über das, was dich bewegt

Wir tun uns oft so schwer damit auszusprechen, was in uns vorgeht. Was uns bewegt.

Ich weiß nicht, wie oft ich den Satz „Das mach ich lieber mit mir selbst aus“ schon in der Praxis gehört habe. Das Schlimme ist, dass Ängste und Sorgen oft stärker werden, wenn wir es für uns behalten. Wir beginnen zu grübeln und landen in einem negativen Gedankenkarussell.

Deshalb hilft es über seine Ängste, Sorgen und Zweifeln mit einer Person zu sprechen, die dir Nahe steht. Das ist übrigens eine echte Win-Win Situation: Das Gespräch ist entlastend für dich und es sorgt dafür, dass dein Gesprächspartner dich besser versteht. Somit schafft es ganz nebenbei noch mehr Nähe.

3. Unterbreche dein Gedankenkarussell

Wenn du dich ständig negativen Gedanken widmest hat das eine Sogwirkung. Du wirst früher oder später in einem Strudel von negativen Gedanken, Sorgen und Grübeleien landen.

Deshalb breche aus deinen negativen Gedanken aus. Das kannst du zum Beispiel tun, indem du ganz bewusst deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes legst. Oder du lenkst dich ab und unternimmst etwas. Oder du probierst es mit den Entspannungstechniken.

Unterschiedliche Ideen, wie du dein Gedankenkarussell stoppen kannst findest du auch hier: Bye, bye Gedankenkarussell

4. Schreibe deine Sorgen auf

Schreiben hat an sich schon eine therapeutische Wirkung. Wenn du magst, probiere mal folgende Übung aus.

Nimm dir morgens 5 Minuten Zeit und antworte auf diese Fragen:

– Was macht mir heute Sorgen?
– Was könnte heute Blödes passieren?
– Wovor hab ich heute Angst?
– Warum bin ich angespannt und gestresst?

Schreib dir Stichpunkte zu den jeweilige Fragen auf. Alleine das Aufschreiben wird schon einiges verändern.

Abends nimmst du dir dann wieder 5 Minuten Zeit und gehst deine Liste durch.

– Ist es wirklich so gekommen, wie ich befürchtet habe?
– War es so schlimm, wie ich dachte?

Du wirst sehen, dass die Realität nicht annähernd so schlimm war, wie deine Befürchtungen. Viele deiner Sorgen und Ängste waren wahrscheinlich unbegründet und sind nicht eingetreten.

Mach das mal über einen längeren Zeitraum. Führe am besten eine Liste, wie viele deiner Sorgen und Ängste unbegründet waren und wirklich nur in deiner Vorstellung existieren.

Nach einer Weile wirst du merken, wie deine Sorgen und Ängste weniger werden. Ganz einfach deshalb weil du jetzt viele Beweise dafür hast, dass sie nicht eintreten werden.

5. Fokussiere dich auf das Gute

Nimm dir jeden Abend vor dem Einschlafen Zeit dafür, deinen Tag Revue passieren zu lassen.

Überlege dir mindestens 3 Dinge, die heute so richtig schön waren. Das können Kleinigkeiten sein. Ein Lächeln hier, ein fröhliches Guten Morgen da oder ein nettes Mittagessen mit einer Freundin.

Was hat dir heute Freude gemacht? Was hat dich zum lachen gebracht? Wofür bist du dankbar?

Wenn du magst kannst du diese Übung auch schriftlich machen. Dann verstärkt sich die Wirkung noch.

6. Gönne dir Ruhe

Wir sind täglich unglaublich vielen Reizen ausgesetzt. Telefon, Handy, E-Mail, Social Media, WhatsApp, Sms, Fernsehen, Tablet, Radio, Bücher, Menschen…

Wir merken das schon gar nicht mehr, weil es normal ist.

Wir werden überschwemmt und das führt oft zu einer totalen Reizüberflutung. Totaler Overload!

Deshalb gönne dir deine Ruhezeiten. Nimm dich raus aus dem Geschehen und gönne dir deine regelmäßigen Auszeiten, am besten ohne elektronische Endgeräte.

Das kann ein Spaziergang im Wald sein (ohne Handy), ein gemütliches Schaumbad oder kurze Auszeiten in der Natur, wo du einfach ein paar Minuten auf einer Bankd sitzt und die Blätter beobachtest.

Auch hier probierst du am besten aus, welche Art der Ruhe und Auszeit für dich die beste Wirkung hat.

7. Trainiere deine Achtsamkeit

Mit Achtsamkeitsübungen kannst du es trainieren ganz in diesem Moment zu sein. Im Hier und Jetzt. Denn genau da findet das Leben statt: Im Hier und Jetzt. Nicht gestern, nicht morgen sondern jetzt.

Je mehr du es schaffst in diesem jetzigen Augenblick zu sein, desto weniger wird dir alter Ballast aus der Vergangenheit schwer im Magen liegen. Und auch die Zukunft wird dir weniger Stress bereiten.

Probiere einfach mal unterschiedliche Dinge von meiner Liste aus.

Schau zum einen, was dir besonders gut tut und zum anderen, was du ohne großen Aufwand in deinen Alltag einbauen kannst.

Gib dir ruhig ein wenig Zeit, bist du für dich den besten Putzplan für deine Seele erstellt hast.

Jetzt gibt’s aber zum Abschluss noch eine wichtige Frage zu beantworten.

Nämlich: Wann solltest du besonders auf deine Psychohygiene achten?

Hier hab ich noch ein paar Szenarien für dich zusammengestellt. Wenn da eines oder mehrere auf die zutreffen, solltest du ganz besonders auf deine Psychohygiene achten.

  • Du nimmst vieles persönlich und fühlst dich schnell angegriffen
  • Du nimmst Probleme aus der Arbeit mit nach Hause
  • Du bist ständig angespannt und unter Druck
  • Du neigst zum grübeln
  • Du kannst oft nicht schlafen
  • Du fühlst dich oft ausgelaugt, hast keine Energie und bist erschöpft
  • Du hast öfter das Gefühl, dir wächst alles über den Kopf
  • Es fällt dir schwer über Probleme zu sprechen
  • Dir geht’s schlecht, wenn es anderen schlecht geht.

Psychohygiene lohnt sich! Es wird dich glücklicher machen als eine saubere Wohnung. Versprochen!

Jeden Tag ein kleines bisschen wird dafür sorgen, dass du insgesamt glücklicher und gelassener bist. Kleiner Aufwand – große Wirkung.

Also: Putz nicht nur deine Wohnung, sondern sorge dafür, dass deine Seele sauber ist.

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Rosina Geltinger
Heilpraktikerin für Psychotherapie,
psychologischer Coach,
holistische Psycho-Kinesiologin,
Kursleiterin für Entspannungsverfahren

www.rosinageltinger.de
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Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich liebe es die Wege der Seele zu ergründen. Denn ich bin überzeugt, dass der Schlüssel zum Glück nur in uns liegt. Je tiefer und besser wir uns selbst kennen und verstehen, desto glücklicher und zufriedener können wir sein.

Dazu arbeitet ich mit meinen Klienten online und offline in meiner Praxis in München. Auf meinem Blog schreibe ich zu den Themen Selbstwertgefühl, Lebensfreude und innere Ruhe.

Ich freu mich, wenn dir mein Artikel gefallen hat. Wenn es Themen gibt, die dich besonders interessieren, dann schreib mir gerne unter mail@rosinageltinger.de.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kursleiterin für Entspannungsverfahren und blogge hier auf meinem Blog www.rosinageltinger.de/blog. Mehr über mich erfährst Du hier.

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