ÄngsteGlücklich sein

Wenn die Angst das Leben blockiert…

von 9. Dezember 2019 Februar 10th, 2020 keine Kommentare

Wie du deine Ängste überwindest…

Angst ist wahrscheinlich das Gefühl, dass uns am meisten hemmt und blockiert. Angst ist das Gefühl, dass uns am meisten steuert und uns im Griff hat. Genau deshalb ist es so wichtig, dass wir unsere Ängste überwinden – um unser Lebensgefühl zu verbessern.

Wenn wir das Gefühl haben uns selbst im Weg zu stehen und unser Leben nur mit angezogener Handbremse zu leben, dann stecken ziemlich sicher Ängste dahinter.

Und gleichzeitig kann die Angst uns das Leben retten. Angst ist ein Ur-Instinkt, ein Ur-Gefühl, dass unser Leben beschützt. In gefährlichen Situationen klingeln unsere inneren Alarmglocken, lang bevor unser Gehirn sich einschaltet. Und sorgt dafür, dass wir der Situation angemessen handeln.

Warum soll ich dann meine Ängste überwinden wollen, wenn sie  lebensnotwendig sind?

Genau das ist der Knackpunkt. Unsere Ur-Ängste sind vollkommen berechtigt. Sie sorgen dafür, dass wir uns in einer gefährlichen Situation richtig verhalten. Sie sind für unser Leben sehr wichtig.

Und dann gibt es die selbst kreierten Ängste. Die Ängste, die in unserem Kopf entstehen. Diese Ängste haben mit der Realität nichts zu tun. Auch wenn wir das denken. Und wenn es sich oft so anfühlt.

Diesen Artikel werde ich den selbst kreierten Ängste widmen.

Ängste wie zum Beispiel die Angst davor…

…zu versagen.
…alleine zu sein.
…nicht gut genug zu sein.
…Fehler zu machen.
…sein wahres Ich zu zeigen.
…nein zu sagen.
…was andere über einen denken.

Ängste fühlen sich nie gut an. Deshalb wollen wir sie auch nicht spüren.

Darum entwickeln wir Strategien, wie wir mit unseren Ängsten umgehen. Entweder wir erdulden, vermeiden oder kompensieren die Angst.

Diese Bewältigungsstrategien mögen zwar für den Moment funktionieren, aber sie lösen nicht das Problem an sich.

 

Was ist, wenn wir unsere Ängste erdulden?

Wir werden passiv, und manövrieren uns in eine Opferrolle. Ich hab zwar Angst davor Fehler zu machen, aber was soll’s. Auf einen Fehler mehr oder weniger kommt’s jetzt auch nicht an. Ich mach eh immer alles falsch.

Was ist, wenn wir unsere Ängste vermeiden?

Wenn ich Angst habe alleine zu sein, werde ich meine Beziehung nicht beenden. Egal wie unglücklich ich bin. Egal wie schmerzhaft diese Beziehung ist. Ich werde daran festhalten, um das alleine sein zu vermeiden.

Die Vermeidung kann zum einen dazu führen, dass wir viele und vielleicht wirklich tolle Chancen an uns vorbeiziehen. Und sie kann auch dazu führen, dass wir an etwas fest halten, was uns nicht gut tut.

Und wie schaut’s mit der Kompensation aus?

Wenn ich Angst davor habe, was andere über mich denken, werde ich natürlich alles dafür tun, um es den anderen recht zu machen. Egal was ich möchte. Egal, wie es sich für mich anfühlt. Egal, wie meine Bedürfnisse sind. Ich werde alles dafür tun, um es den anderen recht zu machen.

Diese Bewältigungsstrategien führen dazu,

dass du dich selbst verleugnest.
dass du Dinge tust, die du eigentlich nicht machen willst.
dass du möglicherweise eine Angststörung oder Depressionen entwickelst.
dass du Sachen akzeptierst, die dir eigentlich widerstreben.
dass du dich kleiner machst, als du bist.
dass das Leben an dir vorbei zieht.

Und jetzt kommt die alles entscheidende Frage: Willst du das? Willst du das wirklich? Möchtest du so dein Leben weiter gestalten?

 

Wenn deine Antwort darauf ja ist, dann brauchst du nicht mehr weiterlesen.

Wenn aber alles in dir schreit: NEIN, ich will das nicht mehr! Dann lies unbedingt weiter, denn jetzt kommen nämlich die 7 Alternativen, wie du dich mit deiner Angst aussöhnen kannst.

1. Entspann dich

In jeder Angsttherapie wird mit Entspannungsverfahren gearbeitet. Angst bedeutet immer Anspannung. Wenn wir Angst haben sind wir angespannt. Wenn wir entspannt sind, haben wir keine Angst. Denn Entspannung und Angst gibt es nicht zusammen. Das sind zwei Gemütszustände die nicht gleichzeitig da sein können.

Deshalb gilt der Grundsatz: Je entspannter du bist, desto weniger Angst wirst du haben.

Hier würde ich dir empfehlen mal unterschiedliche Entspannungsverfahren, wie z.B. Meditation, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, auszuprobieren, um zu sehen, was für dich am besten funktioniert.

2. Sei mutig

Manchmal ist die Konfrontation mit der Angst der beste Weg. So einen inneren Moment, wo du ganz klar in dir bist: Das mach ich jetzt. Scheiß drauf, ich lass die Angst jetzt hinter mir! Und dann geht’s los.

Und danach, das verspreche ich dir gibt’s eine riesen Adrenalin- und Glückshormone-Ausschüttung.

Diesen Weg wirst du nämlich nur wählen, wenn wir etwas total wichtig ist, oder du es einfach wirklich, wirklich von ganzem Herzen machen möchtest. Und es bisher aus Angst nicht getan hast.

Wenn du dann diese Angst überwindest, wirst du reich belohnt.

3. Mach den Realitätscheck

Viele Ängste haben mit der Realität nichts zu tun. Mit dem Realitätscheck kannst du diese Ängste relativieren.

Frag dich realistisch: Wie gefährlich ist diese Situation jetzt wirklich? Was kann schlimmes passieren? Was ist das schlimmste, was jetzt passieren kann?

Und du wirst recht schnell merken, dass die Situation wahrscheinlich nicht mal annähernd so gefährlich ist, wie du denkst.

4. Nehme deine Angst an

Wenn wir die Angst in uns aufsteigen spüren, dann ist der erst Impuls meistens: Das will ich nicht spüren, das will ich weg haben. Das funktioniert aber leider nicht, weil die Energie der Angst trotzdem bleibt.

Deshalb möchte ich die einladen: Schiebe die Angst nicht weg, sondern spür hin und lass sie da sein.

Wenn du das noch unterstützen möchtest, kannst du dir während dessen die Stirn und den Hinterkopf halten. Das beruhigt ungemein.

Du wirst merken, wie nach ein paar Minuten die Angst weniger wird und die Horrorszenarien im Kopf schwächer werden. Bis dann die Angst recht bald ganz verschwunden sein wird.

5. Mach den Zukunftscheck

Viele unserer Ängste sind auf die Zukunft bezogen. Wenn ich jetzt etwas tue, wird das Auswirkungen auf die Zukunft haben.

Wenn ich mit ihm die Konflikte austrage (anstatt sie zu erdulden), wird er sich von mir trennen. Wenn ich nicht freiwillig die Überstunden mache, werde ich irgendwann gekündigt etc.

Frage dich in solchen Situation ganz realistisch: Was wird passieren, wenn ich das jetzt so mache, wie ich es für richtig halte? Wie wird diese Situation meine Zukunft beeinflussen?

Stell dir dich und dein Leben in einem halben Jahr vor. Und denk an diese Situation zurück. Hatte sie einen Einfluss auf deine Zukunft? War die Angst berechtigt?

Diese Übung hilft, so manche Ängste in ein anderes Licht zu rücken.

6. Wechsle deine Brille

Versuch mal, die Angst anders zu betrachten.

Wir haben ganz schlimme Ideen in unserem Kopf was alles passieren wird. Und natürlich auch das dazu passende Körpergefühl. Je mehr wir uns da reinfallen lassen, desto schlimmer wird unsere Angst.

Wie wäre es, wenn wir mal einen anderen Blickwinkel einnehmen.

Zum Beispiel, dass die Angst nichts Schlimmes zur Folge hat, sondern uns vielleicht auf ein nicht ausgeschöpftes Potential aufmerksam machen möchte.

Oder vielleicht auch, dass die Angst eine Art Wegweiser ist, die uns zeigen will, wo unser nächster Entwicklungsschritt ist.

Oder vielleicht ist die Angst auch eine Schatzkarte, die uns zeigen will, wo unsere inneren Schätze begraben und verborgen liegen.

Ich mag diese Idee sehr, sich von der klassischen Vorstellung von Angst zu trennen und mal ganz andere Gedanken dazu zu zulassen.

Das bekommt gleich einen spielerischen, neugierigen Charakter, und plötzlich macht das auseinandersetzen mit der Angst gleich ein wenig Spaß, oder?

7. Was wäre, wenn du die Angst einfach behältst…

Es gibt ja natürlich auch noch die Möglichkeit, nichts gegen deine Angst zu tun. Du kannst sie einfach behalten und so weitermachen wie bisher.

Spricht ja an und für sich nichts dagegen…oder vielleicht doch?

Dazu möchte ich dich zu einem kleinen Experiment einladen.

Schließe für einen Moment die Augen, und verbinde dich innerlich mit der größten Angst, die du im Moment hast. Die Angst, die dich gerade am meisten begleitet, belastet und hemmt.

Und jetzt stell dir mal vor, die Angst bleibt weiterhin da.

Wie würde das deine Lebensqualität beeinflussen, wenn die Angst bleibt?
Was würdest du alles verpassen, weil du dich davor gefürchtet hast?
Welche Chancen und Geschenke des Lebens würdest du niemals erleben, weil du Angst hattest?

***

Und, wie findest du diese Option und diesen Gedanken daran? Fühlt sich das gut an? Ist es das, wie du dein restliches Leben verbringen möchtest?

Jetzt stell dir mal vor, wie dein Leben ohne diese Angst aussehen könnte? Wie viel erfüllter und entspannter du leben könntest. Wie viel Platz du dann hättest für mehr Energie und Lebensfreude?

Mal dir mal vor deinem inneren Auge aus, wie leicht das Leben dann wäre!

Ganz zu schweigen von all dem Potential und der Energie, die dadurch frei gesetzt würde.

Es gibt da ein Sprichwort, dass lautet:

Da wo die Angst ist, ist der Weg!

Also, ich glaube es lohnt sich wirklich, wenn du gleich jetzt damit anfängst, dich mal mit deiner Angst näher zu beschäftigen.

Lass es dir gut gehen, Rosina

Wenn du das Gefühl hast, da selbst nicht weiterzukommen, schreibe mich gerne unter mail@rosinageltinger.de an. Ich freu mich von dir zu hören.

SeelenGlück – Mach dich auf den Weg zu mehr Selbstliebe, innerer Ruhe und Lebensfreude!

Rosina Geltinger
Heilpraktikerin für Psychotherapie,
psychologischer Coach,
holistische Psycho-Kinesiologin,
Kursleiterin für Entspannungsverfahren

www.rosinageltinger.de
www.facebook.com/RosinaGeltinger
www.xing.com/profile/Rosina_Geltinger

Beitrag drucken

Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich liebe es die Wege der Seele zu ergründen. Denn ich bin überzeugt, dass der Schlüssel zum Glück nur in uns liegt. Je tiefer und besser wir uns selbst kennen und verstehen, desto glücklicher und zufriedener können wir sein.

Dazu arbeitet ich mit meinen Klienten online und offline in meiner Praxis in München. Auf meinem Blog schreibe ich zu den Themen Selbstwertgefühl, Lebensfreude und innere Ruhe.

Ich freu mich, wenn dir mein Artikel gefallen hat. Wenn es Themen gibt, die dich besonders interessieren, dann schreib mir gerne unter mail@rosinageltinger.de.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kursleiterin für Entspannungsverfahren und blogge hier auf meinem Blog www.rosinageltinger.de/blog. Mehr über mich erfährst Du hier.

Ein Kommentar hinterlassen