Glücklich seinLebenserfahrung

Das Leben ist ein Kampf

von 24. August 2020 September 24th, 2020 keine Kommentare
Cover Das Leben ist ein Kampf

Hast du das Gefühl, in deinem Leben ständig kämpfen zu müssen?

Das Leben ist ein Kampf! Empfindest du es auch manchmal so? Dann findest du in diesem Artikel hilfreiche Ansätze, wie du aus diesem Lebenskampf aussteigen kannst!

Dieses Gefühl, dass das Leben ein Kampf ist kenne ich nur zu gut. Ich hatte einige von diesen Menschen um mich herum, denen irgendwie alles zu fiel. Und die waren mir echt suspekt. Das passte nun so gar nicht in mein Kampf Konzept.

Ich hatte immer das Gefühl, um alles kämpfen zu müssen.

Beziehungen, Beförderungen, Freundschaften…einfach alles.

In meinem „früheren“ Leben, bevor ich akzeptiert habe, dass meine Seele ein wichtiger Teil meiner Persönlichkeit ist, bevor ich annehmen konnte, dass Gefühle und Emotionen mich stark beeinflussen und prägen, war ich tatsächlich eine Art Kampf-Maschine.

Das Leben fühlt sich an wie ein Kampf

Ich habe funktioniert. Und zwar nach dem Plan, den ich mir selbst in meinem Kopf zurechtgelegt hatte.

Und ich war wirklich gnadenlos. Wenn ich einen Plan hatte, dann habe ich es durchgezogen. Egal wie mühsam, anstrengend oder kräftezehrend es war.

Ich war wie eine Soldatin, die sich jeden morgen gerüstet hat um raus zu gehen in eine böse Welt, mit bösen Menschen, die einem alle nur etwas böses wollen.

Bis sich irgendwann alle psychischen Anteile in mir zusammengetan haben und diese innere (Kopf-Kampf)Regierung gestürzt haben mit einem klaren und unmissverständlichem

„Jetzt reicht’s!“

Auch wenn dieses Bild natürlich übertrieben ist, das Grundgefühl war tatsächlich so.

In meiner Vorstellung existierten Dinge wie „das Leben fließen lassen“ oder „meine Gefühle wahrnehmen“ und „auf mein Inneres hören“ nicht wirklich. Also, zumindest habe ich es sehr erfolgreich, sehr tief verdrängt.

Ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass ich das Leben damals wirklich sehr mühsam und anstrengend empfunden habe.

Aber das hat man mir nicht angesehen. Nach außen hin wirkte ich immer selbstbewusst, fröhlich und glücklich.

Nur in mir, sah es ganz anders aus – das wusste nur so gut wie keiner.

Aber, weißt du, was das allerschlimmste war?

Ich hab angefangen haben, diesen Kampf mit Wertigkeit zu verbinden.

Das bedeutete: Nur wenn ich um etwas kämpfen musste, hatte ich das Gefühl, dass es wertvoll ist.

Verrückt, oder?

Wenn mir mal etwas leicht gefallen ist (was eh kaum vorkam), oder ich etwas geschenkt bekam, hatte es keinen Wert.

Somit wurde dieser innere Kampf irgendwann notwendig, um Wertvolles in meinem Leben zu haben. Ein Teufelskreis.

Diese Haltung zum Leben hängt wie ein Damoklesschwert über Allem:

Job, Beziehung, Familie, jeglicher zwischenmenschlicher Kontakt, finanzieller Erfolg, Wünsche, Träume – schlichtweg das ganze Leben.

Wenn wir so durch das Leben gehen, stehen die Chancen Glück, Lebensfreude, Wohlbefinden und Liebe zu erfahren echt schlecht.

Selbst wenn sich eines dieser Dinge in unser Leben verirrt hätte, wir würden es nicht sehen.

Wer nur auf Kampf getrimmt ist, wird auch nur die Gegner und Feinde wahrnehmen.

Ich unterstelle Dir jetzt einfach mal, dass Dein Kämpfer-Gen nicht ganz so extrem ausgeprägt ist. Wenn Du Dich aber stellenweise in diesem Text angesprochen fühlst, lohnt es sich, sich damit näher auseinanderzusetzen.

Der Kampfgeist ist raffiniert und kann uns auch ganz hervorragend unbewusst beeinflussen.

Den Kampf des Lebens beenden

Wenn Du Lebensfreude, Lebendigkeit und glücklich sein in Deinem Leben willst, musst Du aufhören zu kämpfen.

Und das ist gar nicht so einfach, weil diese Grundeinstellung sich oft auf unterschiedlichen Ebenen, über sehr viele Jahre hinweg, eingebrannt hat.

Die spannende Frage ist also:

Wie können wir diesen inneren Kampf  beenden, damit das Leben auch im Außen kein Kampf mehr ist?

oder noch wichtiger eigentlich:

Wie können wir diesen Kampf beenden, um das Leben zu genießen? Damit wir wieder Lebensfreude, Leichtigkeit und Lebendigkeit spüren?

Ich glaube nicht daran, dass es für Probleme immer die eine Super-Lösung gibt, die bei allen wirkt.

So ist es auch in diesem Fall. Bei jedem Menschen, der das Gefühl hat, immer für alles kämpfen zu müssen, gibt es dafür meist ganz unterschiedliche Gründe, Ursachen und Dynamiken.

Ich möchte hier einfach ein paar Ideen und Impulse geben, wie wir aus diesem Lebens-Kampf aussteigen können.

1. Beobachte bewusst deine inneren Kampf-Strategien

Gefühlt habe ich mich morgens wie eine Soldatin gerüstet um in den Kampf zu ziehen. Das lief aber ganz unbewusst ab und deshalb konnte ich daran nichts ändern.

Wir können nichts ändern, was uns nicht bewusst ist.

Aber in dem Moment, in dem dir klar wird, welche Strategien und Dynamiken in dir ablaufen, kannst du etwas ändern.

Wenn du also das Gefühl hast, mal wieder für alles kämpfen zu müssen, dann beobachte genau:

  • Was passiert gerade in mir?
  • Was war, bevor ich in diesen Kampf-Modus eingestiegen bin?
  • Welchen Anteil hab ich möglicherweise daran, dass es mir jetzt so geht?
  • Welche alten Erfahrungen oder Prägungen könnten hier vielleicht der Grund sein?
  • So wie ich mich jetzt fühle – kenne ich das Gefühl auch von anderen Situationen in meinem Leben?
  • Die Situation in der ich mich gerade befinde, kenne ich die von anderen Situationen in meinem Leben?

Stelle dir diese Fragen und gehe ihnen wirklich auf den Grund. Schau einfach mal, was dir dadurch für Zusammenhänge und Ideen kommen.

Ich bin mir sicher, da sind viele spannende Ideen dabei.

2. Entscheide dich für (inneren oder äußeren) Frieden

So, wie wir uns innerlich rüsten um in den Lebens-Kampf zu ziehen, so können wir uns auch innerlich auf einen friedlichen Tag einstimmen.

Male dir vor deinem inneren Auge aus, wie ein perfekter Tag ohne Kampf aussehen würde.

Wie würdest du diesen Tag verbringen?
Was würde an diesem Tag alles passieren?
Was wäre der Unterschied zu den „Kampf-Tagen“?
Wie fühlst du dich an diesem Tag?
Wo kannst du dieses Gefühl wahrnehmen?

Versuche dir das so bildlich und so echt wie möglich vorzustellen.

Sobald du dieses innere Bild und die innere Vorstellung dazu hast, kannst du beginnen, damit zu arbeiten.

Jeden morgen, wenn du dich sonst eigentlich innerlich für den Kampf rüstest, holst du dir dein inneres Bild von dem perfekten, friedlichen Tag vor Augen, und visualisierst ihn.

Treffe ganz bewusst die Entscheidung: Heute wird ein guter Tag. Heute möchte ich nicht kämpfen!

Lass dich bitte nicht entmutigen, wenn das nicht auf Anhieb funktioniert.

Es braucht ein wenig Training und Übung, damit sich das verändern kann. Überlege mal, wie lange du schon das Gefühl hast zu kämpfen. Das lässt sich nicht von einem Tag auf den anderen verändern.

Steige aus dem Lebens Kampf aus

3. Lass alte Prägungen hinter dir

Wer kennt sie nicht, all die Sätze wie

  • Das Leben ist eines der härtesten
  • Das Leben ist kein Ponyhof
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnüngen
  • Ach, das ist nur so eine Lebemensch (abwertend gesagt, als wäre das etwas ganz schlimmes!)

All diese Sprüche, die uns nicht gerade suggerieren, dass das Leben eine schöne Sache ist.

Auch wenn das oft nur so dahin gesagt ist, diese Sätze wirken in uns. Vor allem dann, wenn wir damit aufgewachsen sind.

Lasse diese Sätze hinter dir. Nimm dir mal ein Blatt Papier und schreib all diese Sätze auf.

Dann überlegst du dir, welche Sätze für dein Leben viel unterstützender und stärkender wäre.

Spontan würde mir da einfallen:

  • Das Leben ist wundervoll
  • Das Leben ist voller Geschenke
  • Ich liebe mein Leben

Immer wenn du dich dabei ertappst, wie sich einer dieser alten Sätze ganz klammheimlich in deine Gedanken geschlichen hat, dann denke ganz bewusst einer deiner neuen Sätze.

4. Stürze deine Kopf-Diktatur

Es ist wunderbar, dass wir einen Verstand haben. Das wir ein Gehirn haben, mit dem wir denken können! Und das sollten wir auch unbedingt regelmäßig nutzen.

ABER

Wir sollten vor lauter analysieren, rationalisieren, intellektualisieren und zerdenken nicht vergessen zu fühlen und zu spüren!

Vor lauter Kopflastigkeit geht das aber in unserer Gesellschaft oft total unter.

Das führt dann dazu, dass wir Dinge tun, weil wir es uns so vorgenommen haben – auch wenn es sich nicht gut anfühlt.

Das führt dazu, das wir unsere eigenen Grenzen total überschreiten. Weil wir ja noch soviel zu erledigen haben, obwohl unser Körper längst Stop gesagt hat.

Das führt dazu, dass wir ganz oft einen inneren Kampf führen – Kopf gegen Herz, Verstand gegen Gefühl!

Damit wir unser Leben wirklich genießen können müssen wir auch diesem inneren Kampf ein Ende setzen!

Ich hoffe du konntest einige Anregungen aus dem Artikel mitnehmen.

Wenn Dich das Thema näher interessiert, Du Frage oder Anregungen hast, dann schreib mich an unter mail@rosinageltinger.de oder hinterlasse hier einen Kommentar.

Ich freue mich von dir zu hören,
Rosina

Rosina Geltinger

Heilpraktikerin für Psychotherapie,
psychologischer Coach, Kursleiterin für Entspannungsverfahren

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Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich liebe es die Wege der Seele zu ergründen. Davon bin ich schon seit vielen Jahren fasziniert. Ich finde es unglaublich spannend zu sehen, welche kreativen Wege unsere Seele findet, um uns an unsere Themen liebevoll heranzuführen.

Der Schlüssel zum Glück liegt immer in uns. Davon bin ich überzeugt. Je tiefer und besser wir uns selbst kennen, verstehen und annehmen, desto glücklicher und zufriedener können wir sein.

Dazu arbeitet ich seit vielen Jahren mit meinen Klienten online und offline in meiner Praxis in München.

Auf meinem Blog schreibe ich zu den Themen Selbstwertgefühl, Lebensfreude und innere Ruhe.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, holistische Psycho-Kinesiologin, Kursleiterin für Entspannungsverfahren. Mehr über mich erfährst Du hier.

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