Unzufriedenheit

Warum „unglücklich sein“ normal ist

von 12. Oktober 2016 Mai 22nd, 2018 keine Kommentare

Stell Dir mal vor, Du hast Urlaub gebucht. Auf einer einsamen Südseeinsel. Palmen, Meer, endlose Strände und Sonnenauf- und Untergänge, die kein Picasso dieser Welt hätte besser malen können. (Ja, ja, ich weiß, Picasso hat keine Landschaften gemalt…)

Du freust Dich unglaublich auf diesen Urlaub. Und dann kommst Du an.

Und es erwartet Dich eine Betonbunker Hochburg. Ein Riesenhotel nach dem anderen, und Menschenmassen. Zwar mit Palmen und Meer aber nicht annähernd so idyllisch und einsam wie in Deiner Vorstellung.

Wie reagierst Du?

Wahrscheinlich bist Du erst mal richtig sauer und wütend. Dann höchstwahrscheinlich enttäuscht und irgendwann traurig. Du wirst Dich beim Reiseveranstalter vor Ort beschweren – ganz zu recht. Aber leider ändert das nichts. Irgendwann, nach all der Wut und nach all der Enttäuschung wirst Du Dich anpassen, Dich damit arrangieren, und das Beste draus machen.

So bzw. noch viel, viel schlimmer muss es für uns Menschen sein, wenn wir auf die Welt kommen.

Die evolutionäre Informationen bzw. Programmierung, mit der wir auf die Welt kommen, ist noch nicht auf dem Stand der Zivilisation. Das heißt, wir erwarten eigentlich eine Südseeinsel und bekommen die Betonhochburg. Das ist ein ziemlicher Schock für uns.

Die Geburt und das anfängliche Zurechtfinden in dieser Welt ist aber nur der Beginn. Es geht immer weiter damit, dass wir Dinge machen müssen, dass Dinge von uns erwartet werden, die überhaupt nicht unserer Natur entsprechen. Bis ins Erwachsenenalter, ständig und immer wieder…

Nur um Mal ein paar Beispiele zu nennen:

Wir sind nicht dafür gemacht, als Baby alleine in unserem Bettchen zu liegen. Wir sind nicht dafür gemacht, stundenlang still zu sitzen, und jemandem zuzuhören, der uns was beibringen will. Wir sind nicht dafür gemacht, mit 200 km/h über die Autobahn von Termin zu Termin zu hetzen.

Genaugenommen werden wir nicht artgerecht gehalten.

Wir führen ein Leben, welches nicht unserer Natur entspricht, und müssen uns deshalb ständig anpassen.

Das führt natürlich im Umkehrschluss dazu, dass wir frustriert, unzufrieden und hin und wieder auch mal unglücklich sind. Ist ja logisch, oder?

Das Gute ist, dass wir sehr anpassungsfähig ist, und deshalb auch meist gut zurechtkommen. Diese Anpassungsfähigkeit hat aber seinen Preis: Es geht auf Kosten unseres Wohlbefindens und unseres Glücklich seins.

Soweit, so gut. Aber was genau machst Du jetzt mit dieser Information?

Zum einen wollte ich Dir diesen Punkt einfach mal ins bewusst sein rufen.

Zum anderen möchte ich mit diesem Artikel vor allem erreichen, dass Du ein wenig empathischer und verständnisvoller mit Dir umgehst. Und vielleicht hilft Dir diese Perspektive dabei.

Das wichtigste ist aber:

Wir können trotz alledem Einfluss auf unsere Emotionen und Gefühle nehmen.

Auch wenn unser Urvertrauen erschüttert wurde, das kann tatsächlich auch im nachhinein wieder gerade gerückt werden.

Einiges davon kannst Du gut selbst machen, dazu kommen gleich ein paar Tipps.

Und wenn Du das Gefühl hast, dass das nicht ausreicht, dann nimm die Hilfe von Fachleuten (psychologische Coaches, Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie) in Anspruch. Wir (ich gehöre hier natürlich auch dazu :-)) sind dazu ausgebildet, Menschen in Ihren Selbstfindungs-Prozessen und in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen.

So, und hier gibt’s die Tipps:

1. Gönn Dir regelmäßig Ruhe und Stille

Nur so kannst Du in Dich reinhören und Deine Bedürfnisse überhaupt erst spüren.

2. Steigere Deine Körperwahrnehmung

Wir haben eine ganz große körperliche Intelligenz in uns, die wir aber nur nutzen können, wenn wir gut mit unserem Körper verbunden sind und auf ihn hören.

3. Arbeite an Deinen Glaubensätzen, an Deinen Mustern – an allem, wo Du das Gefühl hast, es hält Dich im Überlebensmodus und behindert Dich dabei, in den Genussmodus zu wechseln.

Hier findest Du ein paar sehr hilfreiche Indikatoren, die uns im Überlebensmechanismus gefangen halten. Wenn Du Dich darin wieder erkennst, ist es höchste Eisenbahn um endlich aus dem Überlebensmodus auszusteigen und anzufangen Dein Leben zu genießen: https://www.selbstbewusstsein-staerken.net/starke-tipps/10-regeln-fuer-ein- unglueckliches-leben/

PS.: An Glaubenssätzen und Mustern kannst Du z.B. mithilfe von Selbststudium Lektüre arbeiten. Oder Du suchst Dir einen Psychotherapeuten, ein gemeinsamer Arbeitsprozess ist hier meist am wirkungsvollsten und effektivsten.

4. Du kannst auch sehr gerne meinen Lebensfreude Workshop am 7.11.2016 besuchen.

Bei dem Workshop geht es auch um dieses Thema.

Wenn Du zu diesem Thema (oder gerne auch zu anderen Themen) Anregungen oder andere Ideen hast, dann schreib mir gerne hier einen Kommentar, oder schreib mir eine E-Mail an mail@rosinageltinger.de.

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit und herzliche Grüße,
Deine Rosina

PS.: Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, kannst Du mich gerne per E-Mail unter mail@rosinageltinger.de kontaktieren.

Rosina Geltinger

Heilpraktikerin für Psychotherapie,
psychologischer Coach, Kursleiterin für Entspannungsverfahren

www.rosinageltinger.de
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Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich helfe Menschen Krisen zu überwinden, und die darin verborgenen Schätze zu bergen. Denn in jeder Krise steckt eine Riesenchance.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kursleiterin für Entspannungsverfahren und blogge hier auf meinem Blog www.rosinageltinger.de/blog. Mehr über mich erfährst Du hier.

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