Persönliches

Dranbleiben fällt mir auch oft schwer!

von 10. September 2022 September 13th, 2022 keine Kommentare
Dranbleiben

Es dauert bis zu 80 Tage, bis wir uns an etwas Neues gewohnt haben. 80 Tage, an denen wir etwas ganz bewusst tun müssen, bevor wir es automatisch tun und wir nicht mehr drüber nachdenken müssen. Zum Beispiel einen neuen positiven Glaubenssatz verinnerlichen, einen Anteil in sich stärken, sich mehr um sich selbst kümmern oder mehr für sich selbst einzustehen.

Das braucht erstmal die innere Arbeit und Veränderung und danach geht es darum, das neu Gelernte zu integrieren. Dafür müssen wir dranbleiben, üben und Geduld haben! Meine Klientinnen können da ein Lied davon singen. Ich bin mir sicher, dass ich ihnen damit manchmal so richtig auf die Nerven gehe, weil ich immer wieder nachhake, sie zum Dranbleiben motiviere und oft echt hartnäckig bin. Ich will ja, dass meine Klientinnen das erreichen, was sie sich wünschen!

Und soll ich dir mal was gestehen?

Das Dranbleiben fällt mir genauso schwer, wie meinen Klientinnen!

Ich muss selbst all die Dranbleibe-Tipps und Tricks, die ich meinen Klientinnen immer mitgebe, anwenden. Und selbst dann funktioniert es nicht immer.

Aktuelles Beispiel: Ich hab vor genau 247 Tagen Face-Yoga für mich entdeckt! Ist super, macht total viel Spaß und ich bin absolut begeistert. (Wusstest du, dass gerade die Muskulatur im Gesicht oft total verspannt ist.)

Vor 247 Tagen habe ich also dieses Jahres-Abo abgeschlossen, und davon wahrscheinlich 160 Tage nicht gemacht! Warum? Weil ich es oft einfach vergessen habe!

Am Anfang war ich Feuer und Flamme, hab jeden Tag die Übungen gemacht. Dann hab ich es den ersten Tag mal vergessen. Und schnell wurden die Tage, an denen ich nicht dran gedacht habe, immer mehr und mehr. Bald hatte ich Face-Yoga gar nicht mehr auf dem Schirm.

Wie ich es geschafft habe, das zu ändern!

Seit einiger Zeit habe ich Face-Yoga wieder regelmäßig in meinen Alltag integriert. Mein Trick? Einfach die App immer auflassen, so werde ich immer wieder dran erinnert. Das ist wie dieser Putz-Tipp, immer das Putzmittel im Blickfeld haben, dann denkt man auch ans putzen.

Immer, wenn ich den Rechner hochfahre, habe ich ein paar Programme, die ich automatisch öffne. Die Face-Yoga App gehört mittlerweile dazu! Und das ist ein gutes Zeichen für mich, denn ich weiß, ich bin auf einem guten Weg, meine Face-Yoga Übungen bald so automatisch zu machen, wie das Zähneputzen.

Und so habe ich es immer geschafft, wenn ich etwas wirklich wollte, mich diese 80 Tage immer wieder ans Dranbleiben zu erinnern und es tatsächlich zu tun, wenn auch oft nicht auf direktem Weg 😉.

Da mir das Dranbleiben selbst oft so schwerfällt, kann ich das bei meinen Klientinnen so gut nachempfinden und verstehen und sie noch besser unterstützen und ihnen zur Seite stehen. Weil ich einfach weiß, wie es ist.

Fazit

Wenn du etwas verändern möchtest, ist es ganz normal, dass das Dranbleiben schwerfällt, dass wir manchmal „Rückschläge“ haben und in alte Muster verfallen. Das ist auch nicht weiter schlimm. Immer wenn dir wieder einfällt, dass du nicht mehr dran gedacht hast, fängst du einfach wieder an.

Das Wichtigste ist, dass du dabei liebevoll und empathisch mit dir selbst umgehst und nicht hart zu dir bist oder dich beschimpfst.

Manchmal fällt es uns auch schwer, dranzubleiben, weil es uns einfach nicht wichtig genug ist. Und das ist auch vollkommen okay. Dann gehts’s vielleicht eher ums Loslassen, anstatt Dranbleiben.

Möchtest du etwas in deinem Leben verändern, schaffst es aber nicht dranzubleiben?

Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich liebe es, die Wege der Seele zu ergründen. Davon bin ich schon seit vielen Jahren fasziniert. Ich finde es unglaublich spannend zu sehen, welche kreativen Wege unsere Seele findet, um uns liebevoll und manchmal auch brutal an unsere Themen heranzuführen.

Der Schlüssel zum Glück liegt immer in uns. Davon bin ich überzeugt. Je tiefer und besser wir uns selbst kennen, verstehen und annehmen, desto glücklicher und zufriedener können wir sein.

Dazu arbeite ich seit vielen Jahren mit meinen Klienten online und offline in meiner Praxis in München.

Auf meinem Blog schreibe ich zu den Themen Selbstwertgefühl, Lebensfreude und innere Ruhe.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, holistische Psycho-Kinesiologin, Kursleiterin für Entspannungsverfahren. Mehr über mich erfährst du hier.

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