Lebenserfahrung

12 Grundlagen für ein glückliches Leben

von 13. März 2016 Mai 22nd, 2018 keine Kommentare

Warum sind wir glücklich oder unglücklich? Warum gibt es Menschen, die in Ihrer Situation unzufrieden sind, und andere denen das vermeintliche Schicksal sehr viel mehr mitgespielt hat, aber dennoch glücklicher sind? Worin liegt unsere Fähigkeit zum glücklich sein begründet?

Ich stelle mir diese Frage schon sehr lange, und hab mich immer wieder intensiv damit auseinander gesetzt. Nun hab ich mir die Punkte zusammengeschrieben, die mir in meiner Arbeit immer wieder begegnen, die Menschen unglücklich und unzufrieden machen.

Ich hab die Punkte ins Positive übersetzt, und da ist er nun – mein Artikel zum „glücklich sein“…

Es gibt sozusagen gewisse Grundlagen, die eine gute Basis für ein glückliches Leben sind. Das ist vergleichbar mit einer Wiese mit guter, satter Erde. Hier ist die Ausgangssituation für Pflanzen wesentlich günstiger, darauf zu wachsen und zu gedeihen, als auf einer Wiese mit nährstoffarmer, ausgelaugter Erde. Genauso ist es auch mit dem glücklich sein…

Hier sind die Punkte, die eine „gute Erde“ ausmachen:

1. gesundes und stabiles Familiensystem

Das ist sozusagen die allererste Schicht der Erde: Die Familie in der wir aufwachsen.

Mit gesunder und stabiler Familie meine ich eine Zusammenleben, in der es ein echtes, authentisches und ehrliches Miteinander gibt. Eine Familie, in der alle Emotionen, egal ob positiv oder negativ da sein dürfen, und es einen konstruktiven Weg miteinander gibt, mit allen Facetten von Emotionen umzugehen. Dass heißt z.B., dass Konflikte aller Art da sein dürfen und gemeinsam konstruktiv gelöst werden. Stabil und gesund bedeutet für mich nicht Harmonie um jeden Preis, Probleme werden unter den Teppich gekehrt, und das Bild einer glücklichen Familie wird vermeintlich gelebt – das ist für mich das genaue Gegenteil.

2. Soziale Kontakte

Ein gutes soziales Netzwerk erfüllt unser Bedürfnis nach Zughörigkeit, erfüllt das Bedürfnis, für jemanden anderen wertvoll zu sein.

Deshalb ist dieser Punkt sehr wichtig für unser Wohlbefinden. Das kann im Freundeskreis sein, in einer Sportgruppe, im Kindergarten, in einer Dorfgemeinschaft und natürlich idealerweise in der eigenen Familie.

3. erfüllte Partnerschaft

Das Leben als Single hat sicher Vorteile. Ich glaube auch den Menschen, wenn sie sagen, dass sie gerne Single sind. Allerdings ist das meist nur eine Momentaufnahme, oder eine mittelfristige Lösung, die gut ist. Langfristig gesehen, sehnen wir uns nach einer erfüllten Partnerschaft (ja, natürlich gibt es Ausnahmen). Und zwar nach einer Partnerschaft, in der wir das Gefühl haben uns entwickeln und wachsen zu können. Nach einer Partnerschaft, die uns etwas gibt, die uns bereichert und dadurch glücklich macht.

4. gesundes Selbstwertgefühl

Nur wenn wir es uns selbst wert sind, können wir glücklich sein.

Ein ganz wichtiger Punkt, und gleichzeitig ein schwieriges Thema. Ein gesundes Selbstwertgefühl ist ein wichtiger Nährstoff in unserer Glückserde.

Hier ein kleiner Selbsttest zum Thema Selbstwert. Sage Dir folgende Sätze vor dem Spiegel laut vor:

Ich bin wertvoll! Ich bin es mir wert, mich gut um mich zu kümmern. Ich habe es verdient glücklich zu sein, und zwar mit jeder Zelle meines Körpers.

Wie geht es Dir damit, wenn Du Dir diese Sätze vorsagst? Kannst Du das aus vollstem Herzen bejahen? Dann ist es sehr gut um dein Selbstwertgefühl bestellt. Wenn etwas in Dir zusammenzuckt, und es eine innere Stimme gibt, die das eigentlich mit Nein beantwortet, gibt es hier noch Raum nach oben.

Wichtig ist auch Selbstwert und Selbstbewusstsein zu unterscheiden. Selbstwert ist die Wertigkeit, die ich mir selbst zuschreibe, die ich mir selbst gebe. Es geht darum, wie wertvoll ich mich selbst fühle. Das Selbstbewusstsein wird im nächsten Punkt erläutert.

5. gesundes Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein bedeutet, dass man sich seiner Selbst bewusst ist. Das bezieht sich in erster Linie auf Fertigkeiten und Fähigkeiten, die ich habe. Selbstbewusstsein bezieht sich daher immer darauf, etwas zu können. Ein gesundes Selbstbewusstsein besteht daran, sich seiner eigenen Fähigkeiten (z.B. im Job, im Sport oder auch soziale Kompetenzen) bewusst zu sein.

6. berufliche Erfüllung

Wenn Dir dein Beruf Spaß macht und sinnvoll erscheint, wirst Du ihn viel lieber ausüben als wenn Du einfach arbeiten gehst, um Geld zu verdienen. Da wir einen sehr großen Teil unseres Leben arbeiten, ist dies – zeitlich gesehen – ein sehr wichtiger Faktor.

7. Gelassenheit/Achtsamkeit

Leben und leben lassen…

Wenn Du Dich auf das Leben – so wie es ist, so wie es kommt – einlässt, hast Du ein gutes Potential zum Glücklich sein. Gelassenheit und Achtsamkeit bedeuten für mich, Dinge, Situationen und auch das Glück anzunehmen, so wie es kommt. Ohne es zu bewerten, zu analysieren, vermeintlichen Plänen und Vorstellungen hinterherzulaufen…einfach annehmen.

8. Das Glück am Schopf packen…

Wir kennen sie alle, unsere pessimistischen Zeitgenossen. Auch wenn sich das Glück auf dem Silbertablett präsentiert, es wird immer noch etwas Schlechtes und Negatives hinein interpretiert. Bis das Glück an einem vorbeizieht, und sie dann dem Glück hinterher weinen. Packs am Schopf, wenn es kommt…lass es nicht vorbeiziehen.

9. Gesundheit

Alle anderen Rahmenbedingungen sind nur halb so wichtig, wenn wir nicht gesund sind. Deshalb kümmere Dich gut um deinen Körper und deine Seele.

10. Bewegung

Spazieren gehen, sich in der Natur bewegen und Sport (wieder in gesundem Maße) gehören nicht umsonst zu der Therapien bei Depressionen. Bewegung schüttet Glückshormone aus.

11. Sich erlauben zu träumen und Träume erfüllen

Nur wenn Du Dir erlaubst zu träumen, können Träume auch wahr werden. Als Beispiel, eine Weltreise wird nur Realität, wenn Du vorher davon geträumt hast. Sonst würdest Du nie in die Planung und auch tatsächliche Umsetzung gehen.

Erlaube Dir zu träumen, auch wenn die Träume noch so unreal erscheinen – nur dann können sie in Erfüllung gehen…

12. Der Tellerrand

Und zu guter letzt, der berühmte Tellerrand! Wenn Du strikt an deinen Vorstellungen, Erwartungen und Ideen festhältst, wirst Du Dinge nicht sehen und wahrnehmen, die außerhalb deiner Vorstellung sind. Bleibe offen und innerlich flexibel, damit Du so viel wie möglich wahrnehmen kannst. Besonders hier kannst Du viele Glücksmomente sammeln.

Und, wie sieht es aus mit deiner Glücks-Basis? Hast Du bei vielen Dingen genickt, und gesagt: Das hab ich! Herzlichen Glückwunsch, dann hast Du eine wunderbare Ausgangssituation. Jetzt ist es an Dir, was Du daraus machst. Denn natürlich müssen auch die Samen für die Pflanzen gesät werden. Genauso liegt es an Dir, die Saat für ein glückliches Leben zu säen.

Wenn dem nicht so ist, ist es überhaupt nicht schlimm, denn, an allen oben genannten Punkten kann man auch im Hier und Jetzt arbeiten. Es ist nie zu spät, die Erde zu düngen und nährstoffhaltiger zu machen. Du willst wissen wie? Dann stell mir deine persönlichen Fragen einfach per E-Mail an mail@praxis-inventio.de. Da dies eine sehr individuelle Sache ist, kann ich hier keine pauschalen Tipps geben.

Eine Anmerkung noch zum Schluss: Zum einen basiert dieser Artikel nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen, sondern rein auf meine beruflichen und  persönlichen Erfahrungen. Zum anderen ist der Inhalt dieser Artikel für „gesunde“ Menschen gedacht. Wenn jemand z.B. an einer schweren Depression leidet, helfen die oben genannten Punkte erstmal nicht weiter…

Herzliche Grüße
Eure Rosina

PS.: Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, kannst Du mich gerne per E-Mail unter mail@rosinageltinger.de kontaktieren.

Beitrag drucken

Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich helfe Menschen Krisen zu überwinden, und die darin verborgenen Schätze zu bergen. Denn in jeder Krise steckt eine Riesenchance.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kursleiterin für Entspannungsverfahren und blogge hier auf meinem Blog www.rosinageltinger.de/blog. Mehr über mich erfährst Du hier.

Ein Kommentar hinterlassen