Selbstfürsorge & Stressbewältigung

Mein Herbstleuchtfeuer – meine Tipps gegen Herbstblues

von 2. November 2022 2 Kommentare
Herbstleuchtfeuer - gegen Herbstblues

Ich finde das Wort Herbstleuchtfeuer wunderschön. Deshalb war mir sofort klar, als ich von der Blogparade „Herbstleuchtfeuer“ – Was ist dein Patentrezept gegen den Herbstblues? von Susanne Heinen gelesen habe: Da mache ich mit!

Tja, der Herbst und ich – das ist so eine Sache. Ich mag den Herbst sehr. Die Farben, die Gerüche, die Gemütlichkeit und das Zurückgezogene, was der Herbst mit sich bringt. Und ich bin im Herbst geboren, deshalb muss ich den Herbst ja mögen 😉 Trotzdem schwingt oft beim Herbstanfang ein wenig Wehmut mit, weil ich noch nicht bereit für ihn bin. Weil es mir schwerfällt, vom Sommer Abschied zu nehmen. Deshalb ist für mich besonders wichtig, mit gut um mich zu kümmern, damit der Herbstblues keine Chance hat.

Was ist also mein Patentrezept gegen den Herbstblues?

Hier kommen meine 5 besten Tipps, um dem Herbstblues vorzubeugen:

1. Ganz viel Licht

Kerzen, gedimmtes Licht und Lichterketten – das macht den Herbst so unglaublich gemütlich und lässt sofort eine schöne Stimmung aufkommen. Am Tollsten ist natürlich ein Ofen, vor dem man eingekuschelt sitzen kann und das Feuer beobachtet. Aber selbst ohne Ofen kann man mit Licht ganz viel angenehme Stimmung und gute Laune erzeugen, drinnen und draußen. Letztens habe ich mit einem dänischen Freund über Hygge (der Artikel kommt noch) gesprochen, und da habe ich gelernt, dass schönes, stimmungsvolles Licht auch ganz wichtig für eine hyggelige Atmosphäre ist. Mit viel schönem Licht um dich herum gibst du dir eine Extraportion Selbstfürsorge.

2. Frederic Maus Taktik gegen den Herbstblues

Kennst du das Kinderbuch? Ich mag es sehr. Die kleine Maus Frederic bereitet sich auf den Winter vor, indem er sich die Farben, Gerüche und alles, was so im Sommer passiert, gut merkt und einprägt. Im Winter erzählt er den anderen Mäusen davon und wärmt so ihr Herz. Die Frederic Maus Technik wende ich auch im Herbst an.

Im Sommer, besonders wenn ich am Meer bin, versuche ich mir die Dinge ganz besonders gut einzuprägen. Den Geruch des Meeres, die Farben, das Rauschen der Wellen. Ich versuche, das ganz intensiv aufzunehmen, damit ich mich im Herbst immer mal wieder daran erinnern kann. Das funktioniert super. Wenn deine Erinnerungen an den Sommer nicht mehr so präsent sind, kannst du natürlich auch super mit Bildern nachhelfen.

3. Sonnen-Dusche

Ich liebe die sogenannte Sonnen-Dusche! Gerade im Herbst ist sie besonders wohltuend und hilft dir dabei, den Herbstblues zu umgehen.

Am besten machst du die Übung das erste Mal, wenn die Sonne scheint. Wenn es kalt ist, kannst du die Übung drinnen vor dem Fenster machen. Mach es dir auf einem Stuhl gemütlich und schließe deine Augen.

Lass dich von der Sonne bestrahlen. Spüre genau, wie sich die Sonne auf deiner Haut anfühlt. Spüre die Sonnenstrahlen auf deiner Haut.

Nimm wahr, wie die Sonne deine Haut wärmt, wie sich deine Haut anfühlt, wenn die Sonne auf sie scheint.

Nimm wahr, wie hell es ist – auch mit geschlossenen Augen. Vielleicht breitet sich die Wärme der Sonne auch in anderen Teilen deines Körpers aus. Nicht nur da, wo die Sonne auch tatsächlich auf deine Haut strahlt. Vielleicht gibt es auch eine Stelle in deinem Oberkörper, an dem du das Wohlgefühl besonders gut wahrnehmen kannst. Merke dir diese Stelle und wenn du magst, kannst du auch eine Hand darauflegen.

Wenn du alle Körperempfindungen wahrgenommen hast, nimm ein paar tiefe Atemzüge und genieße das Wohlgefühl.

Das ist die Vorübung für die Sonnendusche-Übung.

Wenn du spürst, du brauchst dringend ein wenig gute Laune, mehr Sonne im Herzen, dann setze dich auf einen Stuhl oder deine Couch und stell dir vor, dass du jetzt eine Sonnen-Dusche nimmst.

Stell dir vor, dass über dir eine Dusche ist, die dich mit Sonnenstrahlen duscht. Und versuche dann das Gefühl von der Vorübung in dir zu aktiveren.

Erinnere dich daran, wie du dich tatsächlich von der Sonne hast duschen lassen. Erinnere dich daran, wie es sich angefühlt hat. Und aktiviere innerlich die Stelle, an der du das Gefühl besonders intensiv wahrnehmen konntest.

Mit dieser schönen Übung kannst du jederzeit die Sonne in dir aktiveren. Ganz egal, was das Wetter da draußen macht.

4. Mach es wie die Natur

Die Natur zieht sich zurück, jetzt kommen ein paar ruhige Monate, in der sich die Natur ausruht und sich ganz in Ruhe auf das nächste Frühjahr vorbereitet.

Diesen natürlichen Impuls haben wir auch in uns! Deshalb kämpfe nicht dagegen an, sondern lebe im Rhythmus der Natur. Gönne dir in der dunklen Jahreszeit mehr Ruhe, mehr Zeit für dich, mehr Zeit um innezuhalten.

Diese Jahreszeit dient dazu, dass wir Energie tanken und Kräfte sammeln für den nächsten Frühling. Pflanzen und Tiere machen das und das tut auch uns Menschen gut.

Oft wollen wir das aber nicht und wehren uns dagegen. Das führt letztlich nur dazu, dass ein innerer Kampf entsteht. Dein Körper will und braucht mehr Ruhe und dein Verstand arbeitet dagegen. Und das raubt dir noch mehr Energie und Kraft.

Deshalb: Freu dich auf diese Jahreszeit, genieße die Ruhe und lasse sie auch zu. Kuschel dich ein, genieße die Gemütlichkeit und sehe es als kleine Ruhepause bevor der nächste Frühling kommt, wenn alles wieder aktiver und lebendiger wird.

5. Bewegung gegen den Herbstblues

Sport und Bewegung macht uns glücklich. Und für alle Bewegungsmuffel, es tut mir wirklich leid, aber das haben mittlerweile mehrere unterschiedliche Studien erwiesen.

Durch Sport und Bewegung werden Hormone wie Endorphine, Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Also all die Hormone, die uns glücklich machen.

Hier ist es wichtig, dass du es „richtig“ machst.

Ich sehe so oft Menschen beim Sport, die richtig gequält aussehen. Das ist nicht der Sinn der Sache. Auch wenn die Bewegung an sich viel Positives mit sich bringt, aber wenn du es hasst und dich da durch quälst, dann glaube ich nicht, dass es eine positive Wirkung für dich hat.

Deshalb such dir unbedingt eine „Bewegungsart“, die dir Spaß macht. Etwas, was du wirklich richtig gerne machst. Etwas, was du vermisst, wenn du es länger nicht machen kannst. Und erinnere dich immer wieder daran, es regelmäßig in deinen Alltag einzubauen.


Ich hoffe, dir haben meine Tipps für eine wunderbare Herbst- und Winterzeit gefallen – und helfen dir dabei, den Herbstblues zu umgehen!

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2 Kommentare

  • Liebe Rosina, Danke für Deine wertvollen Tipps. Besonders gut gefällt mir, dass Du den Vergleich zur Natur ziehst. Sich diese Ruhe und den Rückzug im Herbst bewusst zu gönnen, das wird oft „vergessen“. Bei Punkt 5 musste ich voll an mich im Fitnessstudio denken :-). Vielleicht muss es gar nicht immer das volle Programm sein, ein Spaziergang tut es manchmal auch :-). Und Deine Sonnen-Dusche werde ich gleich beim nächsten Sonnenschein ausprobieren. Dankeschön für Deine schönen Impulse.

    Liebe Grüße und noch eine sonnige Herbstzeit,
    Susanne

    • Liebe Susanne,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr, dass dir meine Impulse gefallen. Vielen lieben Dank für deine Blogparade, sonst hätte ich diesen Artikel gar nicht geschrieben.
      Liebe Grüße
      Rosina

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