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Glücklich leben & Zufriedenheit

Mehr Glücksgefühle im Alltag!

By 13. Dezember 2021Februar 8th, 2024No Comments
Schaukeln macht Glücksgefühle

Wie ich es geschafft habe, mehr Glücksgefühle in meinen Alltag zu holen!

Wir alle kennen echte Glücksgefühle. Diese Momente, wo wir mit jeder Faser unseres Körpers spüren, wie wundervoll das Leben ist. Wo wir durch und durch erfüllt sind mit Lebensfreude, Lebendigkeit und dem tiefen Gefühl: Besser geht es nicht!

Wir erleben sie im Urlaub, am Wochenende oder wenn mal etwas Besonderes ansteht, worauf wir uns riesig freuen.

Manchmal halten diese Glücksgefühle eine ganze Woche, einen Tag, manchmal nur ein paar Minuten – aber sie sind immer ganz besonders.

Und dann kommen wir wieder zurück in unseren Alltag. Der Urlaub ist vorbei, das Wochenende liegt hinter uns, die Pflicht ruft. Und Schluss ist es mit den Glücksgefühlen. Als hätten wir einen innerlichen Ein- und Ausschalt-Knopf dafür.

Aber warum fällt es uns eigentlich so schwer, diese Momente vollkommener Zufriedenheit auch im Alltag zu erleben?

An dieser Stelle könnte ich jetzt unterschiedliche Literatur zitieren, ich könnte Ansätze von Philosophen, Dichtern und Denkern aufgreifen, oder diverse Studien aus der Glücksforschung heranziehen.

All das wären tolle Quellen aus denen bestimmt ein super Artikel entstehen würde.

Aber Glückgsgefühle sind sehr individuell. Deshalb hab ich mich entschieden, eine andere Quelle zu nutzen: Mein eigenes Leben.

Ich war nämlich verdammt gut darin, mir meinen Alltag zu versauen und ja keine Glücksgefühle zu zulassen. Ohne dass mir das überhaupt klar war, das war das abgefahrene an der ganzen Situation. Für mich war das ganz normal. So ist das Leben halt.

Jetzt entführe ich dich auf eine kleine Zeitreise durch mein Leben. Und erzähle dir, wie ich Glück erfolgreich aus meinem Alltag ferngehalten habe.  Du wirst dich bestimmt wundern, denn einige der Punkte werden allgemein eher als „die hat ihr Leben total gut im Griff“ verstanden.

Ich hatte einen Plan

Klingt eigentlich erst mal gut, oder? Die hat einen Plan, die hat eine Idee davon, wo sie hin will, was sie erreichen will. Sie hat Ziele im Leben. Toll!

Ha, weit gefehlt! Denn tatsächlich hat mir das überhaupt nicht geholfen, glücklich und zufrieden zu sein.

Wenn ich jetzt drüber nachdenke, muss ich wirklich schmunzeln, wie unflexibel und engstirnig ich damals war.

Ich hatte immer einen genauen Plan im Kopf. Darüber, was ich im Job erreichen möchte, darüber wie eine Beziehung sein soll, darüber wie andere sein sollen und vor allem auch darüber, wie ich sein soll.

Und davon bin ich keinen Millimeter abgewichen.

Vollkommen egal, wie die Umstände waren. Vollkommen egal, wie es sich anfühlte. Ich hatte einen Plan und den wollte ich durchziehen – um jeden Preis.

Das ist wahrscheinlich der effektivste Weg, dir Glücksgefühle im Alltag zu versauen.

Es hat lange gebraucht, bis ich begriffen habe, dass das Leben Platz braucht um sich entfalten zu können. Leben bewegt sich. Das ist nichts Statisches, nichts Lineares, nichts Geplantes.

Je verkopfter wir sind, je mehr wir geplant haben, desto weniger Spielraum hat das Leben.

Natürlich plane ich auch heute noch. Vielleicht sogar genauso viel wie früher. Aber flexibel.

Ich höre auf die Zeichen des Lebens. Ich versuche nichts mehr übers Knie zu brechen. Pläne dürfen über Board geworfen werden. Und ein guter Plan kann sich auch in 2 Monaten nicht mehr gut anfühlen. Und das ist okay.

Dann halte ich nicht mehr daran fest. Wenn etwas gerade nicht dran ist oder die Zeit noch nicht reif ist, dann lass ich es.

Deshalb achte ich jetzt viel mehr darauf, wie sich etwas anfühlt und was meine innere Stimme sagt. Sie ist nämlich der beste Ratgeber, wenn es darum geht mehr Glücksgefühle ins Leben zu holen.

Ich war immer stark

Natürlich war ich nicht immer stark, aber ich hab so getan. Und hab es mir selbst eingeredet. Ich hatte die grandiose Philosophie, wenn ich niemandem meine Schwäche zeige, dann werde ich nicht verletzt.

Was für ein Blödsinn!

Wenn ich eins gelernt habe dann, dass diese Taktik nicht funktioniert!

Zum einen bedeutet es, dass man den anderen immer etwas vorspielt. Man hat immer eine Maske auf, und muss versuchen eine Fassade aufrecht zu halten. Das ist sehr anstrengend.

Zum anderen ist es einfach so, dass wir Schmerz nicht vermeiden können!

Es wird immer mal Schmerz in unserem Leben geben.

Trennungen, Trauer, Kränkungen im Job. Solche Situationen sind unvermeidbar.

Glück ist nicht die Abwesenheit von Schmerz.

Glück bedeutet, dass wir geschmeidig zwischen allen Gefühlslagen, die das Leben für uns bereithält, hin und her schwingen können.

Und da gehören auch Schmerz, Traurigkeit und Wut dazu. Genauso wie Glück, Lebensfreude und Liebe.

Und das ist auch gut so! Denn ganz oft gehen wir gestärkt, mit mehr Lebenskraft und gestärktem Selbstvertrauen aus diesen schwierigen Lebenslagen hervor.

Ich hab mir über alles Mögliche den Kopf zerbrochen

Und damit meine ich wirklich alles Mögliche. Selbst Dinge, die eigentlich positiv waren, habe ich mir so lange in meinem Kopf „zerdacht“, bis ich ein schlechtes Gefühl dazu hatte.

Ich hab mir ständig darüber Gedanken gemacht, was die anderen wohl von mir denken. Was andere von mir erwarten.

Und ich hab immer mit dem schlechtesten gerechnet. Wenn es mir mal wirklich gut ging, bin ich fest davon ausgegangen, dass bald was Blödes passieren wird. Diese Glücksgefühle können ja nicht dauerhaft sein!

Es hat tatsächlich meine Vorstellungskraft überstiegen, dass das Leben auch glücklich, leicht und einfach sein kann.

Und da kannst du dir vorstellen, mit welcher Energie ich unterwegs war. Wie heißt es so schön „Were attention goes, energy flows“ (frei übersetzt: Wo die Aufmerksamkeit hingeht, fließt auch die Energie hin).

Dementsprechend schwer und anstrengend fühlte sich mein Leben auch an.

Ich war nie wirklich bei mir und meinen Gefühlen. Sondern immer nur bei den „Horrorszenarien“ in meinem Kopf.

Was hat mir geholfen, da rauszukommen?

Grundsätzlich ist es erst mal wichtig, zwei Arten von Glück zu unterscheiden.

Einmal haben wir die unbeschreiblichen Glücksmomente, die die so unfassbar schön sind, dass man sie kaum in Worte fassen kann.

Und dann gibt es noch das Gefühl von tiefer Zufriedenheit, was auch wunderschön ist, aber eine ganz andere Qualität hat.

Das ist wie eine Bungee-Sprung im Vergleich zu einer Ballonfahrt. Oder wie frisch verliebt zu 20 Jahren glücklicher Ehe. Oder wie ein Formel Eins Rennen im Vergleich zu einer Oldtimer Spazierfahrt.

Alles davon hat seinen Charme, nichts davon ist besser oder schlechter, es fühlt sich nur anders an.

Und um wirklich glücklich zu sein, brauchen wir beides: die allgemeine Grundzufriedenheit + wundervolle Glücksmomente.

Für den glücklichen Alltag spielt die allgemeine Grundzufriedenheit eine größere Rolle. Die einzelnen, kleinen Glücksmomente ist wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Das i-Tüpfelchen.

Also hab ich bei meiner Grundzufriedenheit begonnen!

Ich hatte tatsächlich so einen WOW-Moment, der bei mir sofort ganz viel verändert hat.

Das war der Moment, indem mir klar wurde: Das Leben ist einfach!

Das Leben ist nicht böse oder gut. Es meint es nicht gut oder schlecht mit mir. Das Leben ist einfach. So wie es ist. Ohne Bewertung.

Und ich kann entscheiden, ob ich dagegen kämpfe oder es annehme.

Ich habe die Wahl.

Das war wirklich eine Erkenntnis, die bei mir ganz viel verändert hat. Plötzlich hab ich viele Dinge ganz anders gesehen.

Ich habe eine gute Basis geschaffen

Ich hatte ziemliche viele Glaubenssätze die dafür gesorgt haben, dass ich mich auf die negativen Dinge im Leben konzentriert habe.

„Ich muss alles alleine machen“
„Das Leben ist kein Wunschkonzert“
„Ich muss was leisten, um Anerkennung zu bekommen“
„Ich muss etwas tun, um dazu zu gehören“
„Das Leben ist anstrengend und schwer“
„Ich muss es allen recht machen“

Um hier nur mal ein paar meiner Glaubenssätze zu nennen, die mich intensiv begleitet haben.

Wenn ich solche inneren Überzeugungen habe, ist klar, dass ich nicht glücklich, leicht und unbeschwert durchs Leben tanze.

Deshalb hab ich intensiv an meinen Glaubenssätzen gearbeitet um eine gute Basis für ein glücklicheres Leben zu schaffen.

Gleichgewicht

Ich glaube, dass es im Leben immer um Gleichgewicht geht. Das zeigt sich besonders gut in der Natur. Zu viel von etwas ist nicht gut, und zu wenig auch nicht.

Ich hatte ganz viele „zuviels“ und auch „zu wenigs“ in meinem Leben.

Zu viel Stress (den ich mir selbst gemacht habe), zu wenig Freizeit, zu viel Verantwortung, zu viele Dinge, die mir überhaupt keinen Spaß machten, zu wenig Gelassenheit usw.

Hier ist das „Rad des Lebens“ eine gute Übung, um zu sehen:

Wo steh ich gerade? Wie ausgeglichen ist mein Leben im Moment? Mit dem Ergebnis kann man gut weiterarbeiten, um mehr Gleichgewicht zu finden.

Das ist übrigens nichts, was man einmal macht, und dann hat es sich erledigt. Sondern darauf sollten wir ein Leben lang gut achtgeben.

Gelassenheit

Der größte Feind von Glück ist Druck, Anspannung und Stress. Dadurch kam ich in eine Dynamik, die keine Glücksgefühle mehr zu lies.

Um das zu ändern, habe ich angefangen ganz gezielt Dinge zu tun, die mich gelassener sein lassen.

Begonnen hab ich mit Sport, bei dem es nicht darum ging sich auszupowern, sondern darum, sich mal wieder richtig zu spüren. Das war mein Einstieg.

Heute habe ich Wege gefunden, wie ich meinen Stresslevel niedrig halten kann und eine gelassene Grundhaltung habe. Und zusätzlich hab ich ein paar kleine Wunder-Atemübungen, die mir sofort helfen, wenn ich grad mal ausflippen könnte.

Mehr Gelassenheit = mehr Glücksgefühle!

Weitere Tipps für mehr Gelassenheit im Alltag, findest du auch in meinem Artikel „Hey, chill mal“.

Es gibt hier aber so viele unterschiedliche Möglichkeiten, dass du einfach testen musst, was für dich funktioniert.

Ein paar wenige Beispiele sind: Yoga, Meditieren, Phantasiereisen, Achtsamkeitstraining, Autogenes Training Progressive Muskelrelaxation, Spazieren gehen, im Wald sein, Floaten, Musik hören u.v.m.

 

Übrigens, Glück ist subjektiv! Nur weil mich etwas glücklich macht, heißt das noch lange nicht, dass es auch dich glücklich macht.

Deswegen ist es das wichtigste, dass du gut auf dich und deine innere Stimme hörst, denn nur die weiß, was du wirklich brauchst um glücklich zu sein.

Ich hoffe ich konnte dich ein wenig inspirieren und du hast jetzt gleich ein paar super Ideen, wie du mehr Glücksgefühle in dein Leben holen kannst.

Wenn du merkst, dass du dabei gerne Unterstützung und Begleitung hättest, dann melde dich gerne bei mir für ein kostenloses Erkenntnis-Coaching. Da können wir über deine aktuelle Situation sprechen und darüber, was eine gute Begleitung für dich wäre.

 

Lass es dir gut gehen, 

Rosina

PS: Wenn Dich das Thema näher interessiert, Du Frage oder Anregungen hast, dann schreib mich an unter mail@rosinageltinger.de oder hinterlasse hier einen Kommentar.

Rosina Geltinger

Heilpraktikerin für Psychotherapie,
holistische Psycho-Kinesiologin,
psychologischer Coach,
Kursleiterin für Entspannungsverfahren

www.rosinageltinger.de
www.facebook.com/RosinaGeltinger
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Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich liebe es die Wege der Seele zu ergründen. Davon bin ich schon seit vielen Jahren fasziniert. Ich finde es unglaublich spannend zu sehen, welche kreativen Wege unsere Seele findet, um uns an unsere Themen liebevoll heranzuführen.

Der Schlüssel zum Glück liegt immer in uns. Davon bin ich überzeugt. Je tiefer und besser wir uns selbst kennen, verstehen und annehmen, desto glücklicher und zufriedener können wir sein.

Dazu arbeitet ich seit vielen Jahren mit meinen Klienten online und offline in meiner Praxis in München.

Auf meinem Blog schreibe ich zu den Themen Selbstwertgefühl, Lebensfreude und innere Ruhe.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, holistische Psycho-Kinesiologin, Kursleiterin für Entspannungsverfahren. Mehr über mich erfährst Du hier.

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