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Hey, chill mal – wie du deinen Alltag gelassener meisterst!

von 16. September 2019 September 30th, 2019 keine Kommentare

Gelassen und entspannt im Alltag – wie soll dass denn gehen?

Wir alle kennen Momente, in denen wir wirklich entspannt sind. So richtig gechillt eben. Momente in denen sich eine angenehm wärmende innere Ruhe in uns breit macht und wir mit jeder Faser unseres Körpers einen tiefen inneren Frieden spüren.

In diesen Momenten sind alle Sorgen, Zweifel und Ängste wie weggeblasen. Wir fühlen uns einfach nur gut.

Oft erleben wir sie im Urlaub oder am Wochenende. Und manchmal, wenn wir Glück haben, auch unter der Woche. Im ganz normalen Alltag.

Aber meistens liegt genau hier das Problem. Im Alltag hetzen wir von einem Termin zum anderen, arbeiten viel und stopfen unsere wenige Freizeit voll.

Und Puuuffffff! So schnell können wir gar nicht schauen wie diese innere Ruhe verpufft ist.

Wir sind gehetzt, gestresst und stehen unter Strom.

Jetzt stecken wir in einem Teufelskreis fest, aus dem wir nur schwer wieder rauskommen.

Aber irgendwie muss das doch gehen, oder?

Es kann doch nicht sein, dass wir unser Leben nur am Wochenende und im Urlaub genießen. Und den Rest der Zeit hetzen wir durch unser Leben wie ein Hamster auf Speed.

Ich bin überzeugt davon, dass Gelassenheit ein ganz wichtiger Glücks-Faktor ist. Je gelassener wir sind, desto glücklicher sind wir.

Ich war früher auch ständig unter Strom gestanden, und kann wirklich ein Lied davon singen. Anspannung, Stress und Funktionieren waren an der Tagesordnung.

Allerdings habe ich mir in den letzten Jahren ein Leben eingerichtet, in dem Stress zur Nebensache wurde. Natürlich hab ich auch mal Stress, aber das ist nicht mehr der Normalzustand.

In den Strudel von Stress und Anspannung zu geraten ist unglaublich leicht. Meistens merken wir es gar nicht.

Deswegen hab ich dir hier mal meine persönlichen Top 3 zusammengestellt, die super funktionieren, wenn du richtig gestresst und angespannt sein willst.

1. Erwartungen und Vorstellungen

Unsere lieben Erwartungen! Für mich sind sie der Stressfaktor Nummer 1. Denn immer wenn wir etwas erwarten was nicht eintritt, entsteht Stress.

Darin war ich eine richtig gut. Ich bin wie ein Pferd mit Scheuklappen durchs Leben galoppiert. Ich hatte ganz genaue Vorstellungen wie mein Leben, meine Arbeit, meine Beziehungen, alles eben zu sein haben.

Darauf habe ich hingearbeitet. Und wenn es nicht so eingetreten ist, dann war ich nicht nur gestresst sondern auch frustriert, traurig und enttäuscht.

Von Gelassenheit war ich meilenweit entfernt.

2. Multitasking

Auch ein schöner Stressfaktor. Weil wir eh schon so gestresst und gehetzt sind, versuchen wir viele Dinge auf einmal zu erledigen.

Dadurch potenziert sich aber das Stresslevel nur. Und wir sind sicher nicht produktiver und effektiver. Ganz im Gegenteil.

Unsere Konzentration leidet darunter, wenn wir viele Dinge gleichzeitig machen.

Und bei mir hinterlässt das immer ein ungutes Gefühl. Ich hab immer das Gefühl irgendwie nichts richtig gemacht zu haben. So halbherzig. Und das stimmt auch. Ich war nicht mit ganzem Herzen bei einer Sache.

3. Zukunftsstress

Der Zukunftsstress ist die Königsklasse der Stressfaktoren.

Wir kreieren uns im Kopf einen fiktiven Stress darüber, was in Zukunft alles sein wird. Wir denken dauernd darüber nach, was wir in der nächsten Zeit  zu erledigen haben.

Und darüber geraten wir in Stress. Wir sind gestresst wegen dem, was eventuell irgendwann auf uns zukommen wird.

Wenn man da mal genauer drüber nachdenkt merkt man gleich, wie verrückt das eigentlich ist. Wir haben keine Ahnung, was in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten passieren wird.

Klar, haben wir eine Vorstellung davon. Aber wir wissen nicht, ob das tatsächlich auch eintritt. Von daher reicht es vollkommen aus, wenn wir uns erst dann intensiv damit auseinander setzen, wenn die Situation da ist.

Im Englischen gibt’s da ein schönes Sprichwort „We cross that bridge when we get there“.

Was hat mir nun geholfen, da raus zukommen?

Erst mal ist es wichtig, den Stress und die Anspannung überhaupt bewusst wahrzunehmen.

Oft ist sind wir so in diesem Trott, dass wir es gar nicht merken. Oder dass wir diesen Zustand als ganz normal empfinden.

Deswegen nimm dir ruhig erst mal ein paar Tage Zeit und spüre mal in dich rein. Wie angespannt bist du und wie macht sich die Anspannung bei dir bemerkbar. Das ist bei jedem anders.

Bei den einen ist es mehr auf körperlicher Ebene spürbar. Da zeigt sich die Anspannung in Schlafstörungen, verspannten Muskeln, ständigen Kopfschmerzen, müde und erschöpft sein.

Bei anderen schlägt es sich eher auf die Stimmung nieder. Die Betroffenen sind niedergeschlagen, antriebslos und traurig. Natürlich kann sich auch beides vermischen.

Also, wie zeigt sich der Stress bei dir? Das ist vor allen Dingen auch deshalb wichtig zu wissen, damit du spüren kannst, wenn sich was verändert.

Sobald du da einen guten Bezug hast, kannst du loslegen mit deinem Anti-Stress-Programm.

1. Nutze deine Gedanken für dein Wohlbefinden

Viel Stress entsteht in unserem Kopf. Und genauso, wie du Stress mit deinen Gedanken erzeugen kannst, kannst du auch Ruhe und Gelassenheit durch deine Gedanken erzeugen.

Dazu braucht es nur Training!

Momentan ist dein Gehirn ausgerichtet auf eine Dynamik wie:

– Ich hab so viel zu tun!
– Wie soll ich dass denn alles schaffen?
– Mein Tag bräuchte eigentlich 36 Stunden und dann würde es immer noch nicht reichen!

Das hat sich schon total automatisiert. Deshalb braucht es jetzt Training, damit neue stressfreie Gedanken in deinem Gehirn automatisiert werden.

Zum Beispiel Sätze wie:

– Ich bin ganz ruhig und entspannt
– Ich erledige meine Sachen in Ruhe
– Ich behalte einen klaren Kopf

Am besten schreibst du dir ein paar Sätze auf, die gut für dich passen.

Immer wenn du merkst, dass sich stressige Gedanken in deinen Kopf einschleichen, dann denke bewusst an deine Sätze. Immer und immer wieder. Irgendwann werden sich die neuen Sätze automatisieren, und die alten Stress-Sätze weniger Wirkung haben.

2. Erledige alles im Hier und Jetzt

Einatmen, Ausatmen und einen Schritt nach dem anderen!

Anstatt dich zu stressen, lebe nach dem Motto: Ich mach eines nach dem andern. Und dabei atmest du noch regelmäßig tief ein und aus.

Bleib ganz im Hier und Jetzt, bei der Aufgabe, die du jetzt im Moment tust. Denke nicht an die Sachen von gestern und auch nicht an die von morgen. Sei einfach bei dem, was gerade ist.

Das ist wirklich unglaublich entspannend.

3. Sei offen und flexibel

Versuch das Leben nicht so ernst zu nehmen, sondern es vielleicht auch ein bisschen spielerisch zu sehen.

Bleib offen und flexibel, nimm das Leben so wie es kommt. Befreie dich von zu starren Vorstellungen.

Dann wird dein Leben viele wunderbare Überraschungen für dich bereit halten.

Das heißt übrigens nicht, dass ich was gegen Pläne, Vorstellungen und Erwartungen habe. Ich finde nur, dass wir damit recht achtsam und bedacht umgehen sollten.

4. Mach Pausen

Je gestresster du bist, desto mehr Pausen brauchst du.

Wenn du einen besonders vollen Tag hast, dann sorge dafür, dass du immer mal wieder ein paar kleine Pausen machst. Da reicht auch schon mal 2 Minuten die Augen zu machen und ganz tief ein- und ausatmen.

5. Entspannungsübungen

Und natürlich helfen auch sämtliche Entspannungsübungen um zu entspannen und runterzukommen.

Hier gibt es so viele unterschiedliche Möglichkeiten. Am besten testest du einfach mal unterschiedliche Sachen, um zu sehen was für dich gut funktioniert.

Ein paar wenige Beispiele sind: Yoga, Meditieren, Phantasiereisen, Achtsamkeitstraining, Autogenes Training Progressive Muskelrelaxation, Spazieren gehen, im Wald sein, Floaten, Musik hören u.v.m.

Ich vergleiche Stress gerne mit einer Regentonne. Je voller sie ist, desto schneller geht sie über. Also, je gestresster du bist, desto gereizter und nervöser bist du.

Deshalb sorge gut dafür, dass deine Stress-Regentonne so leer wie möglich ist, dann können dich stressige Dinge im Außen nicht aus der Bahn werfen.

 

Wenn du Lust hast ein bisschen tiefer in das Thema einzusteigen, und ein paar Übungen kennen zu lernen, dann komm gerne in mein kostenfreies Webinar „Mehr Gelassenheit im Alltag“.

Lass es dir gut gehen, Rosina

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Rosina Geltinger
Heilpraktikerin für Psychotherapie,
psychologischer Coach,
Kursleiterin für Entspannungsverfahren

www.rosinageltinger.de
www.facebook.com/RosinaGeltinger
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Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich unterstütze Menschen dabei, sich einen glücklicheren und entspannteren Alltag zu gestalten. In der Arbeit mit meinen Klienten finden wir gemeinsam heraus, was das „glücklich sein“ verhindert. Und lösen das Problem an der Wurzel.

Im Oktober 2019 wird es zum ersten Mal den Glücks-Kurs geben. Ein von mir persönlich begleiteter Online-Kurs für mehr glücklich sein im Alltag.

Hier findest du alle Details zum Glücks-Kurs.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kursleiterin für Entspannungsverfahren und blogge hier auf meinem Blog www.rosinageltinger.de/blog. Mehr über mich erfährst Du hier.

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