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Krank und Alleine auf Wanderreise im Sudan

von 13. Juni 2019 2 Kommentare

Vorwort
von Rosina Geltinger

Auf Facebook folge ich schon seit einiger Zeit der inspirierenden Andrea Ensmann, die seit April 2018 als Wanderpilgerin unterwegs ist. Vor einiger Zeit, als sie im Sudan war, wurde sie krank. Im Sudan gibt es nichts: keine heiße Dusche, keine Erkältungstees, keine Medikamente. Sie „musste“ sich selbst heilen.

Ich finde es längst überfällig, das wir beginnen uns selbst wieder als ganzheitliche Wesen zu sehen. Und das bedeutet auch mit Krankheiten anders umzugehen. Deshalb freu ich mich ganz besonders, das ich ihren Artikel veröffentlichen darf.

Was habe ich gemacht, um in die Selbstliebe zu kommen? 

Als ich einige Tage krank und leidend im Bett lag, mich selbst nicht ausstehen konnte und hoffte von Außen Aufmerksamkeit  und Liebe – online wie offline – zu bekommen, redete ich mit mir selbst.

Ja, genau. Ein Selbstgespräch. Ich, mit meinem innersten Ich.

Ich fragte mich selbst, was kann ich mir Gutes tun.

Anstatt zu denken „ich bin so arm, meine Nase ist so verstopft, ich fühle mich so schlecht“, habe ich mich gefragt: Was kann ich mir gutes tun?

Um wieder reich zu werden, meine Nase frei zu bekommen und mich gut zu fühlen.

Im Außen fand ich nicht viel. Kräutertees, eine heiße Dusche oder Streicheleinheiten bekomme ich hier nicht.

Doch ich kann mich selbst – von innen heilen. 

Zuerst verändere ich meine Gedanken. Ich sehe sogleich ein Bild von mir, voll in Action und Happiness.

Wie ich weiterwandere und viele Menschen inspiriere. Meinen Traum, meinen Auftrag, lebe. Und in die Welt trage. 

Und dann spüre ich: Um fit zu werden, berühre dich selbst. Das wird dir gut tun.

Mich selbst berühren, die beiden Schultern massieren, und vor allem die Fußsohlen zu drücken, brachte mir schnelle Besserung. Denn gerade in den Füssen finden sich alle Knotenpunkte wichtiger Organe.

Und stimmt mit dir im Inneren etwas nicht. Dann spiegeln es dir auch deine Füße. Und so massierte ich mich. Und ja- es tat sowas von gut. Ohhh ja.

Sich selbst zu lieben, heißt auch, sich selbst zu kennen. Was tut mir gut? Was brauche ich jetzt? Und auch keine Scheu zu haben, sich selbst anzufassen.

Ein paar Tage später…

Da mich so viele Menschen angeschrieben haben, welche sich sonst nie auf Posts von mir äußeren, hat mich das Thema Krankheit zum Nachdenken gebracht..

Schau her – Ich bin krank. Oder auch der Ruf nach Liebe und Anerkennung.

Als ich hier in meinem Hotelzimmer liege, denke ich nach. Was hat mich so geschwächt, dass ich so eine Verkühlung habe? Welche Signale habe ich nicht gehört?

Und nach einigen Stunden reflektieren und mich in Leid suhlen, bekomme ich das Gesamtpuzzle präsentiert.

Vieles im Außen und im Innen hat mich vor dem krank werden beschäftigt:

– nicht genug Wasser getrunken
– Nilwasser getrunken
– bei meiner Bergtour ausgepowert
– viel Staub eingeatmet und auch das Quartier war eine Baustelle

– Bohnen, Brot, Ei, Bohnen – wenig gesundes Essen
– viel Sonne, zuwenig Sonnenschutz
– ich fühlte mich nach Ägypten müde und sehnte mich nach einer Unterkunft, wo ich Ruhe finde (fand ich auf der Baustelle nicht)
– hier sehe ich soviel Leid, Armut und werde mit solch einer Herzlichkeit aufgenommen. Ohne irgendwelchen Erwartungen. Ohne das sie betteln, um Geld. Essen. Oder sonst etwas.
– auch die vielen Gespräche über die gelebte Religion, wo Frauen sehr wenig Rechte haben
– und dann wurde ich auch noch von einem Weggefährten aus Kanada mit meinem alten Ich konfrontiert.

Das hat BUMM gemacht. Denn ich habe in den Spiegel gesehen. Auch wenn ich sah, dass ich so nicht mehr sein will.
– Normalerweise schreibe ich Tagebuch. Um meine Erlebnisse aus mir rauszubringen. Denn vieles kann ich dann besser verarbeiten. Doch in letzter Zeit nahm ich mir wenig Zeit für meine Gedanken.

Viele kleine Dinge – im Außen wie im Innen – haben mich geschwächt. Kein Wunder, dass ich krank wurde.

Und als ich dann bei meiner Gastfamilie nicht die entsprechende von mir erhoffte Pflege, Aufmerksamkeit, bekam, wurde ich nachdenklich.

Was erwarte ich mir? Hier gibt es wenig im Außen. Denn das Land ist arm. Und ich treffe mit meiner Verkühlung auf: Wir verstehen dich nicht.

Und ich wollte einfach nur gesehen werden. Mein Leid zeigen. Denn ich bin krank. Fühle mich richtig dreckig.

Doch hier – im Sudan – sieht das keiner. Denn hier haben sie mit anderen Problemen zu kämpfen. Richtigen Problemen. Um das tägliche Überleben.

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Wie viele Menschen sind ständig krank? Wissen nicht, dass sie unbewusst nur nach Liebe und Aufmerksamkeit schreien. Ein Hilferuf, um gesehen zu werden.

Schaut her – Ich bin krank!

Hier im Sudan lernst du dich selbst zu lieben. Deine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Aus deinem Loch selbst heraus zu kommen.

Denn im außen gibt es nicht viel. Keine Medikamente, kein warmes Wasser, und keine Krankenkost. Und schon gar nicht die Aufmerksamkeit und Liebe, welche du Dir durch deine Krankheit erwartest.

Fang an dich selbst zu lieben. Dich selbst zu kennen. Nachzudenken: Warum du was machst? Was dich geschwächt hat? Und was dir gut tut, um wieder in die Selbstliebe zu kommen?

Denn du bist auf dich gestellt. Niemand im außen wird dich je verstehen. Nur du selbst. Hör auf krank zu sein. Krank zu werden. Hör auf Dir weh zu tun. Dein Leid, dein Jammern interessiert in Wahrheit keinen.

Schaue dir besser an, warum du glaubst, dass du leiden musst? Welcher Glaubensmuster hat sich da tief in dich gebrannt. Wozu auf das bisschen Mitleid von anderen hoffen. Wenn du dir selbst alles geben kannst, was du brauchst.

Drück deine eigenen Knöpfe der Selbstliebe. Schaue auf dich. Du bist es wert. Und Gesundheit beginnt in deinem Kopf. Der Quelle deiner Realität.

Wach auf….um lachend loszugehen. Es ist Zeit. Denn deine Krankheit beginnt in deinem eigenen Kopf.

Awake, Smile & Walk on
Andrea

** Manchmal hilft dazu auch ein Schokokeks.
Das heilt auch ein bisschen.

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Über die Autorin: Andrea Ensmann

Wofür bin ich hier? Diese Frage stellte ich mir immer wieder in meinem Leben. Doch ich musste erst in eine Lebenskrise stürzen, um der Frage nachzuwandern.

Alles verkauft und gekündigt, startete ich vor einigen Monaten mit meinem Projekt – Die Wanderpredigerin auf Reisen – los. Verrückt für Viele. Doch mein innerer Kompass zeigt mir den richtigen Weg: Den Wanderweg von Israel nach Äthiopien wanderte ich voller Begeisterung – back to the roots. Dort wo alles Leben begann.

www.andreaensmann.com

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