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Wie du den Mut findest, für dich einzustehen

von 1. Juni 2020 September 10th, 2020 keine Kommentare
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Sei mutig und steh für dich ein!

Ein Gastartikel von Michaela Walter von kind of beauty

Hand aufs Herz. Spielst du noch Verstecken mit dir, deinen Talenten, deinen Gaben und dem, was du wirklich willst und bist? Wenn ja, dann lass mich raten, wer das Spiel gewinnt.

Die Angst davor sichtbar, einzigartig, wundervoll und du selbst zu sein?

Wann hat dich der Mut verlassen und ist dieser Angst gewichen?

Ausgegrenzt und ausgebremst von uns selbst, weil wir ihnen glauben, den Menschen, die es angeblich doch nur gut mit uns meinen. Sie alle wollen unser Bestes und das sollte mit ihren Vorstellungen kompatibel sein.

So lernen wir sehr früh, dass es besser ist, wenn wir uns anpassen. Und wenn du dich dafür verbiegen, verraten und belügen musst, dann ist das so. Machen doch alle. Also Augen zu und durch. Ist ja auch irgendwie mutig, oder?

Irgendwann wirst du schon glücklich sein und wenn nicht jetzt, dann vielleicht wenn du in Rente gehst oder im nächsten Leben?

Bis dahin wird vorgetäuscht, klappt ja auch beim Orgasmus. Vielleicht denkst du aber auch, dass du das große Glück gar nicht verdienst und der Liebe nicht würdig bist?

So viele Fragen und sie alle tun weh, wenn wir nach Antworten suchen.

Also lieber funktionieren. Denn zumindest das haben wir ja alle gut gelernt. Dem Schmerz ausweichen und wenn das auch bedeuten mag: Ich verbiege mich, bis ich breche.

Für welche Welt willst du dich passend machen?

Natürlich kannst du jetzt sagen: „Ja, aber ich muss doch in diese Welt hineinpassen.” Und so frage ich dich, für welche Welt willst du dich passend machen? Eine, in der die Menschen die Menschlichkeit verloren haben? In der augenscheinlich einzig zählt, was du hast und wie viel davon? Für eine Welt des Habens und nicht des Seins?

Stell dir ein Leben vor, in dem wir nicht nach Erfolg, Schönheit oder Besitz und Errungenschaften aus Mangel an Selbstwert suchen.

Sondern, von einem Ort der reinen Intuition und Liebe aus, miteinander das Leben teilen. 

Was uns führt, ist die Liebe – nicht die Angst.

Wir bräuchten keinen Mut für uns einzustehen, denn wir dürften einfach sein.

Unsere Ausdrucksform des Selbst, die durch Freude geboren wurde, würde von uns mit einer Leichtigkeit und einem Leuchten ausgehen, die jeden und alles, was wir berühren, erhöht.

Was wäre, wenn wir uns entschließen würden, in all unserer Menschlichkeit, aufzustehen und unsere „Unvollkommenheiten“ als perfekt gestaltet annehmen, um unsere Göttlichkeit widerzuspiegeln.

Wo das, was wir schaffen und teilen, die Menschen um uns herum erhebt, anstatt sie sich klein fühlen zu lassen. Ist das nicht eine wunderbare Vorstellung?

Wir leben jedoch in einem System, in dem diejenigen auf Sockeln stehen, die es am besten verstehen ihre Perfektion in Bildern und Stories auszudrücken.

In einer immer alles weglächelnden Poesie-Album-Glanzbildchen-Welt. Zwischen den Welten auf Facebook, Instagram, Tinder und Co verloren und gefangen.

Und mutig sind die, die sich nicht verleugnen.

Die bereit sind, in ihre eigenen Tiefen zu schauen, auch wenn ihnen nicht immer gefallen wird, was sie da sehen.

Wo du den Mut findest

Den Mut findest du in der Liebe. In dir!

In dem göttlichen Funken, dessen Samen du in dir trägst.

Du kannst ihn aber nicht sehen und fühlen, wenn du dich weiterhin vor Schmerzen schützen willst und davon läufst. Vor dir selbst wegläufst. 

Dieser Samen der Liebe wird auch nicht wachsen können, wenn du die Mauer um dein Herz immer größer und größer erbaust. Wenn du glaubst, du kannst dich vor dem Leiden bewahren und bereit bist im Tausch dafür, die große Traurigkeit hereinzulassen.

Dich abzutrennen von der, die du wahrhaftig bist.

So hältst du dich verschlossen für all das Glück, welches das Leben versucht dir zu schenken. Und es wird langsam aber sicher dunkel in dir. 

Während dein Geist nach Heilung schreit, überzieht dich die Scham wie eine feuchte Decke. Du versuchst um Hilfe zu bitten, aber der Klang deiner Stimme wird unter dem Gewicht deiner Angst leiser.

Die Angst sagt: „Du bist zutiefst gebrochen und falsch, andere werden dich nicht lieben, wenn sie es herausfinden.“

Und so trägst du diese Last, gebeugt von der Unfähigkeit, die Unterstützung anzufordern und zu erhalten, die du zutiefst verdienst.

So werden viele von uns zu wandelnden Zombies – getrennt, betäubt und innerlich leer. Dies ist ein kulturelles Problem, nicht nur ein persönliches.

Erlaube dir, für dich einzustehen

Erlaube dir mutig zu sein und deinen Platz in diesem Leben einzunehmen. Mach es zu deinem geistigen Besitz.

Es ist mutig von dir, wenn du bereit bist deine Verwundbarkeit anzunehmen. Es gibt keine Perfektion darin. Einige Tage fühlen sich leichter an als andere, und das ist vollkommen in Ordnung.

  • Erkenne an, was du bist und was du brauchst und willst.
  • Hör auf, die Dinge herunterzuspielen, die dir wichtig sind.
  • Hör auf, deinen Wert in die Hände von anderen zu legen.

Lass sie nicht länger über deinen Wert entscheiden. Du bist wichtig! Deine Liebe ist wichtig! 

Erlaube dir deine Traurigkeit zu fühlen, bade für eine Weile darin aber erkenne, dass es wichtig ist, aus dieser Badewanne der Trauer auch wieder aus zusteigen und die Dunkelheit zu verlassen.

Weißt du, wenn es Nacht wird und die Dunkelheit das Tageslicht ablöst, dann gehst du doch auch mit der Gewissheit ins Bett, das ein neuer Tag anbrechen wird. Dass es wieder hell wird. Dass die Sonne wieder aufgeht. 

Sei dir gewiss, dass das Licht auch für dich immer wieder scheinen wird. 

Die Menschen jedoch, die dich benutzt haben, die dich gebrochen haben, dich mit Füßen getreten haben, werden niemals diejenigen sein, die dir helfen deine wahre Größe zu finden.

Warte nicht darauf, dass dich jemand anderes vollständig macht.

Nimm stattdessen all deine dir innewohnende Liebe und stärke diese.

Wie du den Mut findest, für dich einzustehen

Glaube mir, manchmal ist Mutig sein ebenso einfach, wie morgens die Augen aufzuschlagen und den Tag zu begrüßen.

Manchmal bedeutet Mut, dich in deinen Schmerz fallen zu lassen.

Für manche ist es mutig, die Augen zu schließen und sich den Träumen hinzugeben.

Mut kommt auf vielen Wegen zu uns und ist nicht immer ein riesen Ding. Du findest ihn in den Kleinigkeiten des Lebens.

Für jeden bedeutet mutig sein etwas anderes, weil jeder seine Ängste anders wahrnimmt. 

Schau Mut besitzen bedeutet nicht, dass du erst den Mount Everest besteigen musst oder Fallschirmspringen über der Sahara.

Vielleicht ist dein Berg, den du überwinden willst, mutig zu dem zu stehen, was du fühlst.

Und so bedeutet Mut für dich, deine innere Welt so allmählich anzunehmen, wie du es kannst, um Heilung zu finden. Mut heißt nicht in den Krieg ziehen und ein Blutbad anrichten. Mut besteht nicht aus Kampf.

Er kann und darf ganz sanft daher kommen. Deine zarte Weichheit ist Mut, wenn sie in dir aufflackert. Sei also sanft mit dir, du lernst noch.

Du musst dich nicht länger selber peitschen. Lass den Knüppel im Sack.

Schaue nicht nach links und rechts. Traue dich in deine Seele zu schauen. Traue dich dein Herz zu öffnen.

Wisse: Du bist diejenige, die die Mauern um dein Herz erbaut hat. Und deswegen zweifle niemals daran, dass du auch die Kraft besitzt, diese Mauern wieder einzureißen.

Gib deiner dir innewohnenden Liebe eine Stimme und steh für dich ein!

Ganz viel Liebe für dich.

Michaela

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PS: Wenn Dich das Thema näher interessiert, Du Frage oder Anregungen hast, dann schreib mich an unter mail@rosinageltinger.de oder hinterlasse hier einen Kommentar.

Rosina Geltinger

Heilpraktikerin für Psychotherapie,
psychologischer Coach, holistische Psycho-Kinesiologin, Kursleiterin für Entspannungsverfahren

www.rosinageltinger.de
www.facebook.com/RosinaGeltinger
www.xing.com/profile/Rosina_Geltinger

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Autorin Artikel sei mutig

Über die Autorin: Michaela und ihre Arbeit

Michaela hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen dabei zu helfen ihren eigenen Weg zu gehen und den Frauen-funktionieren-besser-Club zu verlassen.

Viele Frauen haben eine gesunde und wertschätzende Beziehung zu sich selbst verloren. Enttäuschungen, Rechtfertigungen und das schlechte Gewissen sind zu ständigen Begleitern geworden. Zeit für Stille und Zeit für uns selbst: Fehlanzeige.

Wie Du das ändern kannst, zeigt Dir Michaela auf kind of beauty.

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