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Über den Wolken, können Ängste auch grenzenlos sein

von 3. August 2016 Mai 22nd, 2018 keine Kommentare

Tipps, wie Du Flugangst mindern kannst

Sommer, Sonne, Urlaub – endlich ist es soweit – der Sommerurlaub steht vor der Tür. Jeder redet von nichts anderem mehr, manche zählen sogar schon die Tage bis dahin. Nur ich nicht. Ganz im Gegenteil. Ich freue mich nicht auf meinen Urlaub. Mir graut es regelrecht davor.

Weil ich es hasse zu fliegen.

Ich hatte richtige Angst vor dem Fliegen. Schweißausbrüche, Herzrasen und Gedanken, die ich nicht mehr abstellen konnte. Das volle Programm. Dabei bin ich früher so gerne geflogen. Es gab mir das Gefühl von Freiheit. Das Gefühl der Geschwindigkeit beim Start und dann das abheben in die Lüfte – ein gigantisches Gefühl.

Aber dann machte ich eine Reise, bei der von Anfang an alles schief ging, was schief gehen konnte. Der krönende Abschluss war, dass wir notlanden mussten, weil es im Cockpit brannte. Da war es vorbei mit der Freude am Fliegen, stattdessen kam die Angst.

Wie bei vielen unserer Ängste, wusste ich zwar, dass die Flugangst unbegründet ist. Natürlich wusste ich, dass die Wahrscheinlichkeit in einen Autounfall verwickelt zu sein, um x% höher ist, als mit dem Flugzeug abzustürzen. Aber was bringt es mir, wenn der Verstand das zwar weiß, aber das Angstgefühl dennoch da ist?

Ich hab das Fliegen vermieden so gut es ging, doch irgendwann stand dann der nächste Langstreckenflug bevor. Die Angst und das unbehagliche Gefühl hat schon bei der Buchung angefangen. Ich konnte mich nicht auf den Urlaub freuen, weil mir der Gedanke an den Flug jede Freude raubte. Aber das wollte ich nicht mehr, ich wollte ohne Angst fliegen, und Schnaps war ja auch keine Lösung.

Also hab ich meine Flugangst in meinen Therapiestunden bearbeitet. Drei Sitzungen, in denen ich unterschiedliche Strategien erlernte, wie ich mit meiner Angst umgehen und sie reduzieren kann. Unter anderem haben wir viel mit Körper- und Entspannungsübungen gearbeitet, und auch mentalen Strategien, wie ich meine negativen Gedanken in Bezug auf das Fliegen „in den Griff kriege“.

Am Wirksamsten waren für mich folgende Übungen:

– Atemübungen
Immer darauf achten, dass ich lange Atemzüge nehme und tief in den Bauch atme. Wenn wir nur oberflächlich in den Brustkorb atmen signalisieren wir dem Körper zusätzlich, dass wir unter Stress stehen – das begünstigt noch die Angst.

– Übungen aus Muskel An- und Entspannung
Das Wechselspiel aus An- und Entspannung hat unterm Strich eine entspannende Wirkung. Wenn wir entspannt sind, können wir keine Angst haben.

Am besten geht das mit Druck indem man z.B. mit den Füßen gegen den Boden Druck ausübt, ein paar Sekunden hält, und dann wieder locker lässt. Das kann man mit dem ganzen Körper machen, einmal von oben nach unten durch…und dann wieder von oben beginnen.

– Positive Affirmationen
Immer wenn ich gemerkt habe, dass ein Gedanke wie „hoffentlich geht alles gut“, oder „hoffentlich stürzen wir nicht ab“ sich eingeschlichen hat, habe ich den bewusst mit einem positiven Gedanken ersetzt. „Es wird ein ruhiger und angenehmer Flug werden“, „Wir werden sicher am Ziel landen“ etc.

Es hat funktioniert, die Angst ist mit jedem Flug weniger geworden. Mittlerweile hab ich keine Angst mehr, wenn ich in ein Flugzeug steige.

Zugegeben, ich fliege immer noch nicht gerne und freue mich jedes mal, wenn wir gelandet sind.

Aber ich freue mich mittlerweile auf meine Urlaube, und zähle auch schon die Tage bis dahin – aus Vorfreude.

Herzliche Grüße
Deine Rosina
PS.: Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, kannst Du mich gerne per E-Mail unter mail@rosinageltinger.de kontaktieren.

Rosina Geltinger

Heilpraktikerin für Psychotherapie,
psychologischer Coach, Kursleiterin für Entspannungsverfahren

www.rosinageltinger.de
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Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich bin selbst jahrelang wirklich sehr, sehr ungern geflogen. Schlaflose Nächten vor dem Flug, Herzrasen, Angstzustände – das ganze Programm halt.

Ich fliege immer noch nicht gerne, aber es stresst mich nicht mehr, und ich habe keine Angst mehr davor.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kursleiterin für Entspannungsverfahren und blogge hier auf meinem Blog www.rosinageltinger.de/blog. Mehr über mich erfährst Du hier.

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