Lebenserfahrung

Die Kunst des Lebens – es könnte so einfach sein!

von 2. November 2016 Mai 22nd, 2018 keine Kommentare

Warum es durchaus normal ist, unglücklich zu sein, habe ich in meinem letzten Artikel beschrieben, bzw. einen Aspekt davon. Aber natürlich gibt es auch hierzu – wie immer im Leben – das Gegenstück.

Und das möchte ich Dir heute vorstellen, nämlich die wahre Kunst des Lebens.

Um zur Lösung zu kommen, muss ich Dir allerdings erst mal von einem unserer größten Probleme erzählen. Unser größtes Problem ist ganz einfach auf den Punkt gebracht:

Wir tanzen auf zu vielen Hochzeiten…und das ständig und immer.

Wir haben ständig:

– Verpflichtungen, die wir wahrnehmen müssen
– Dinge, die wir erledigen müssen
– Erwartungen, die wir erfüllen müssen
– Termine, die wir einhalten müssen
– Leistungen, die wir abrufen müssen.

Und als wäre das noch nicht genug, nutzen wir die wenige restliche freie Zeit dazu, uns ständig Gedanken und Sorgen über die oben genannten Dinge zu machen:

– Mache ich meine Arbeit gut genug?
– Ist mein Chef zufrieden mit mir?
– Was denken andere von mir und über mich?
– Hoffentlich versage ich als Mutter/Vater nicht!
– Ich hab viel zu wenig Zeit für …
– Ich muss noch einkaufen, waschen, putzen…

Also, zusammengefasst heißt das:

Wir haben ständig was zu tun. Wir stehen ständig unter Strom. Beruflich und privat. Und die wenige Freizeit, die uns bleibt, verschwenden wir darauf, uns genau über diesen täglichen Wahnsinn den Kopf zu zerbrechen.

Aber, das war’s noch nicht. Da kommt noch ein ganz wesentlicher Punkt obendrauf:

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Wir sind auch gedanklich immer auf der Überholspur!

Wir sind mit unseren Gedanken selten bei dem was gerade in diesem Moment ist. Sondern immer in der Zukunft, oder in der Vergangenheit.

Aber genau dieser Moment ist das Leben! Die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft noch nicht da – es gibt nur jetzt! Und das verschwenden wir mit Hamsterrad-Gedanken…

Also, ganz ehrlich – nach Spaß hört sich das alles nicht an, oder?

Ich fühle mich jetzt schon richtig gestresst, während ich das schreibe. Durchs Schreiben hab ich gleich wieder dieses – mir sehr bekannte – Gefühl gespürt.

Dieses Gefühl ständig funktionieren zu müssen, weil es einfach IMMER viel zu viel zu erledigen gibt. Dieses Gefühl, alle Erwartungen perfekt erfüllen zu müssen…und diese ständigen Gedanken darüber.

Ich war wirklich eine Meisterin darin. Ich hab das Funktionieren für mich optimiert und perfektioniert – bis es nicht mehr ging. Weil ich ausgelaugt und überfordert war. Ich konnte einfach nicht mehr funktionieren. Und ob Du es glaubst oder nicht, zu dem Zeitpunkt hätte ich Menschen wie mich (also, Menschen wie mich heute) nur müde belächelt und mir gedacht, lass die mal reden. So ein Schmarrn!

Aber irgendwann hatte ich dann einen Gedanken, der viel veränderte:

Egal wie schnell und effizient wir sind, wir werden es nicht schaffen. Wir können nicht immer alles erledigen, wir können es nicht immer allen recht machen, wir können nicht allen Anforderungen gerecht werden und wir können nicht alle Erwartungen erfüllen.

Egal wie sehr wir uns in diesem Hamsterrad drehen, wir kommen nicht raus, indem wir noch schneller und noch länger laufen.

Also, kann ich auch langsam laufen oder stehen bleiben oder ganz aussteigen. Wenn ich das Ziel eh nicht erreiche, kann ich mir doch auch die Zeit nehmen, und mal in mich hören.

Führe ich überhaupt das Leben, was ich führen möchte? Was ist mir wirklich wichtig? Was nervt mich total? Was würde ich am liebsten aufgeben? Gibt es eine Möglichkeit dazu? Welche Möglichkeiten gibt es? Wie kann ich MEIN Leben zu MEINEN Bedürfnissen gestalten? Und so weiter….

Sich das selbst überhaupt mal bewusst zu machen, ist schon gold wert. Aber die wahre Kunst des Lebens, das ist eine Andere. Die hat mit den Überholspur-Gedanken zu tun.

Die wahre Kunst des Lebens ist es nämlich, mit den Gedanken im Hier und Jetzt zu sein. Und nicht bei dem was morgen ist. Dadurch entstresst Du tatsächlich Dein ganzes Leben.

Das hört sich jetzt einfach an, aber probiere es mal aus – von wegen einfach. Das ist tatsächlich eine Kunst für sich.

FAZIT

Was ich Dir für heute mitgeben möchte hört sich einfach an, ist aber durchaus eine Herausforderung:

– Wenn Du unzufrieden bist und das Gefühl hast, im Hamsterrad zu sein. Dann steig aus – das Hamsterrad-Ziel wirst Du eh nicht erreichen.

– Sei mit Deinen Gedanken im Hier und Jetzt, nur in diesem einem Moment.

Und ich möchte Dich dazu anregen, mal etwas neues auszuprobieren. Sei neugierig brich aus Deiner Routine aus. Probiere es mal aus – Du wirst sehen, wie lebendig Du Dich plötzlich fühlst.

Und wenn Deine ersten Versuche nicht so erfolgreich sind, wie Du es Dir vielleicht wünschst – gib nicht auf. Wir müssen uns an alles Neue erst mal gewöhnen, und das dauert seine Zeit.

Herzliche Grüße

Rosina Geltinger

PS.Wenn Dich das Thema näher interessiert, Du Frage oder Anregungen hast, dann schreib mich an unter mail@rosinageltinger.de oder hinterlasse hier einen Kommentar.

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Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich helfe Menschen Krisen zu überwinden, und die darin verborgenen Schätze zu bergen. Denn in jeder Krise steckt eine Riesenchance.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kursleiterin für Entspannungsverfahren und blogge hier auf meinem Blog www.rosinageltinger.de/blog. Mehr über mich erfährst Du hier.

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